07.03.2013, von Simon Yates
Die meisten Unternehmen sind bei der BYOD-Strategie noch in der Findungsphase. Die IT-Landschaft erschwert dabei kulturelle und organisatorische Änderungen. Simon Yates von Forrester rät in seiner Kolumne, zunächst die Reifegrade von mobilen Prozessen und IT zu überprüfen.
| Simon Yates ist Vice President und Principal Analyst bei Forrester Research, wo er CIOs betreut. Foto: Forrester Research |
Aus Sicht des CIOs stellt die Einführung einer Mobile-Engagement-Strategie eine herausragende Möglichkeit dar, zukünftige Geschäftsabläufe und damit das Zusammenspiel von Mitarbeitern, Partnern und Kunden mit Hilfe von innovativen Technologien in wesentlichen Teilen neu zu gestalten. Bevor man sich aber kopfüber in diese Aufgabe hineinstürzt, sollte man den derzeitigen Reifegrad seines Unternehmens im Hinblick auf die Bereitschaft zu notwendigen Veränderungen kritisch prüfen.
Von der oberen bis zur unteren Unternehmensebene verlangen Mitarbeiter zunehmend den uneingeschränkten Zugriff auf Business-Applikationen über ihre Smartphones, Tablets und Laptops. In der Absicht diesen Anforderungen zu entsprechen führen immer mehr CIOs sogenannte "Bring-Your-Own-Device" (BYOD) Programme ein. Diese bieten den Mitarbeitern in der Regel eine breitere Auswahl an mobilen Endgeräten für die Erledigung von Arbeitsaufgaben und regeln gleichzeitig die Konfiguration und Verwaltung dieser Geräte im Rahmen der unternehmensinternen Sicherheitsanforderungen. Mit solchen BYOD-Strategien alleine ist aber noch nicht viel erreicht.
Wirkliche mobile Interaktion mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden erfordert vielmehr eine Strategie, welche die Kernsysteme für Zusammenarbeit wie, Customer Relationship Management (CRM), Enterprise Resource Planning (ERP), Business Intelligence (BI), sowie die gesamte IT- und TK-Infrastruktur umfasst. Gleichzeitig müssen die Geschäftsprozesse, Kommunikationswege und -kultur in operativen Bereichen wie Vertrieb, Kundendienst oder Logistik mit betrachtet.
Ebenso kurz springt wer nur darauf fokussiert ist eine beliebige Anwendung oder Geschäftsprozess als mobile Lösung bereitzustellen. Der wahre Wertbeitrag mobiler Interaktion besteht vielmehr in einem völlig neuen Service-Modell für Kunden und Partner. Gerade mit Blick auf nur relativ kleine Bildschirme und die reduzierten Eingabeoptionen mobiler Endgeräte muss der Fokus mobiler Lösungen für Benutzer auf folgende drei Kernelemente gelegt werden: Unmittelbarkeit, Einfachheit und Kontext.
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