14.10.2009, von Katharina Friedmann
Bis IT-Ausgaben wieder das Niveau vor der Wirtschaftskrise erreicht haben, kommt der nächste Abschwung, so der düstere Ausblick von IDC.
IT-Manager dürften zwar damit rechnen, dass ihre Budgets wieder steigen - allerdings nicht auf das ursprüngliche Niveau, warnt Chris Ingle, Research Director bei IDC. Vielmehr sollten sich Unternehmen auf anhaltend schwierige Bedingungen gefasst machen: So sei davon auszugehen, dass die Techniketats bis 2013 im besten Fall um zwei Prozent wachsen. Das Problem aus Sicht des Analysten: Während sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen allmählich wieder verbessern, steigen auch die Anforderungen an die IT. "Wie gehabt wird man wieder einmal sehr viel mehr mit geringeren Mitteln stemmen müssen", so Ingle.
Konkret sollten IT-Verantwortliche auf Kürzungen, auf eine Zunahme an Cloud-Diensten sowie auf härtere Forderungen von Seiten der Anwender vorbereitet sein, aber auch auf eine Geschäftsführung, die einen "höheren Beitrag" von der IT erwarte. Dem ist laut Ingle allerdings nur mit viel Kreativität zu begegnen, da die naheliegenden Effizienzpotenziale etwa mittels Konsolidierung sowie Outsourcing bereits im Zuge der vorherigen Rezession weitgehend ausgeschöpft worden seien. Nichtsdestotrotz kämen Unternehmen nicht darum herum, Wege zu finden, ihre Infrastrukturen weiter zu konsolidieren, um eine weniger verteilte und damit leistungsfähigere Umgebung zu schaffen.
Außerdem müssten sich Organisationen auf die Konvergenz privater und öffentlicher Clouds einstellen. "Cloud Computing wird den Einfluss der Nutzer erhöhen - und zu einem Rückgang an IT- und Wartungspersonal führen", skizziert der IDC-Experte die nächste "einschneidende Phase für die IT". Zu den Schlüsselbereichen, auf die sich Firmen derzeit konzentrieren sollten, zählt Ingle die weitgehende Automatisierung von Prozessen, um Kosten zu senken und die Flexibilität zu steigern.
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