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PAC: Nachfrage nach Konsolidierung und Standardisierung geht zurück

CIOs sparen in der IT-Infrastruktur

03.02.2009, von Tanja Wolff

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) schlummern in Teilbereichen der IT-Infrastruktur noch immer Einsparpotenziale. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten würden verstärkt IT-Projekte in den Vordergrund rücken, die kurzfristig realisierbare Kosteneinsparungen versprechen.

Die Studie zeigt auf, dass die Nachfrage nach IT-Projekten rund um die Konsolidierung und Standardisierung (insbesondere durch die Ablösung von Altsystemen) der oft sehr heterogenen IT-Landschaften 2009 zurückgehen wird. Dafür wird sie jedoch ab 2010 wieder deutlich an Fahrt gewinnen. Gerade die Implementierung von Virtualisierungslösungen im RZ- und Desktop-Umfeld wird weiterhin Markttreiber bleiben. Auch das Thema Energieeffizienz im Rechenzentrum wird mittelfristig weit oben auf der CIO-Agenda stehen. Kurzfristig kann erwartet werden, dass in vielen Fällen konjunkturbedingt der Hardware-Lebenszyklen verlängert wird, was zu einem Rückgang von klassischen Deployment-Projekten führt. Das bringt zudem eine zeitliche Verschiebung bei geplanten Konsolidierungsprojekten mit sich.

Outsourcing profitiert von Krise

PAC erwartet, dass der Outsourcing-Markt im Bereich IT-Infrastruktur eher geringfügig von der Wirtschaftskrise betroffen sein wird. Der Grund dafür ist, dass durch das klassische IT-Outsourcing immer noch signifikante Kosteneinsparungen realisiert werden können. Insbesondere Outsourcing-Lösungen, die flexibel skalierbar und abrechenbar sind, so genannte Infrastructure-as-a-Service-Lösungen, werden bei Anwendern in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten an Bedeutung gewinnen. Hier gilt es jetzt seitens der IT-Anbieter bestehende Angebote weiter auszubauen.

Beim Markt für Hardware-Wartung und Support gehen die Analysten weiterhin von rückläufigen Marktzahlen aus. Das ist eine Folge des hohen Preisdrucks und der starken Kommoditisierung in diesem Bereich. Die Wirtschaftskrise hat zunächst allerdings nur einen geringen Einfluss auf den Markt, da zwar Neuinvestitionen in Hardware oder Optimierungen der bestehenden IT-Landschaften verschoben oder gestoppt werden, die Altsysteme jedoch weiterhin gewartet werden müssen.

Die Studie ist unter dem Titel "Infrastructure Services Germany 2008" veröffentlicht worden. Neben Analysen enthält sie quantitative Daten zur Marktentwicklung in den Jahren 2007 bis 2012, sowohl auf Ebene der Infrastrukturen (Data Center und Workplace IT) als auch auf Ebene der Services (Technisches Projektgeschäft, Infrastruktur-Outsourcing und Hardware-Wartung). Enthalten ist zudem ein Ranking der Top 25 Anbieter sowie eine strategische Positionierung der Top 10 Anbieter.

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