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Grüne Mathematik

Neuer Algorithmus halbiert Stromverbrauch im Rechenzentrum

14.09.2009, von Katharina Friedmann 

Minimale operative Kosten

Laut Zomaya erfordert die Software keinerlei Änderungen an der Hardware, sondern soll sich auf das bestehende Betriebssystem aufsetzen lassen. Erklärtes Ziel ist ein autonomes Programm, das weitgehend ohne menschliches Eingreifen Energieeinsparungen von zehn bis 60 Prozent ermöglicht. Ferner untersuchen die Wissenschaftler derzeit, inwieweit sich ECS auch für das Energie-Management von Speicher- und Netzkomponenten nutzen lässt, um schließlich eine umfassende Data-Center-Lösung anbieten zu können.

Mittelfristig dürfte nicht zuletzt das Cloud Computing IT-Managern helfen, die Energiekosten zu senken. Bis es jedoch so weit ist, wird es aus Sicht von Zomaya noch etwas dauern. "Bevor Großunternehmen ihre wertvollen Daten voll und ganz der Cloud-Technik anvertrauen können, ist noch einige Forschungsarbeit erforderlich", gibt der Experte zu bedenken. ECS werde auf ausgereiften Cloud-Systemen gut funktionieren, vor allem aber ein direktes Mittel sein, mit dem Organisationen den Energieverbrauch ihrer IT drosseln können.

Für den Wissenschaftler wird Software der nächste große Clou im Ringen um Energieeffizienz. "In den kommenden zwei bis drei Jahren werden wir diese Art der ‚energiebewussten’ Software oder Middleware häufiger sehen - als Bestandteil der neuen Systemgeneration."

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