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Green in IT - Green durch IT

Die zwei Seiten umweltfreundlicher IT

01.04.2011, von Klaus Manhart

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Green IT ist schon lange keine Modeerscheinung mehr. Und das aus gutem Grund: Grüne Informationstechnologie in Unternehmen und Behörden schont die Umwelt und hilft gleichzeitig, die Betriebs- und Energiekosten zu senken. Übersehen wird dabei oft, dass die positiven Auswirkungen grüner Informationstechnik direkt und indirekt erfolgen können. Direkt werden Energie und Kosten durch energieoptimierte Veränderungen an den IT-Anlagen selbst gesenkt - stromsparende Server etwa oder energieeffiziente Rechenzentren. Indirekt können IT-Lösungen aber auch als Mittel eingesetzt werden, um Emissionen in anderen Bereichen zu vermindern oder ganz zu vermeiden. Die Schlagworte "Green in IT" und "Green durch IT" drücken diesen Unterschied plakativ aus.

Nach einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur dena haben steigende Energiepreise für über 80 Prozent der Unternehmen hohe oder sehr hohe Relevanz.Vergrößern
Nach einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur dena haben steigende Energiepreise für über 80 Prozent der Unternehmen hohe oder sehr hohe Relevanz.
Foto: Dena

Mit grüner IT sollen Komponenten der Informations- und Kommunikationstechnik möglichst umwelt- und ressourcenschonend genutzt werden. Laut der von der Boston Consulting Group initiierten Studie Smart 2020 sind die Hauptanwendungsgebiete für Green IT Rechenzentren, PCs und Peripheriegeräte sowie Telekommunikationsendgeräte und -netzwerke.

In diesen Segmenten kann durch entsprechende Optimierungsmaßnahmen viel Energie gespart werden. Vor allem Server und Rechenzentren verschlingen eine Menge Ressourcen: Sie zählen zu den größten Stromverbrauchern der Welt. Zudem fallen CO2-Emissionen aus Rechenzentren durch den Betrieb von Servern und für die entsprechende Infrastruktur - Kühlung, Speicher und Netzwerk - an.

Laut Studien der Marktforschungsgesellschaft Gartner schlucken Data Center mittlerweile etwa zehn Prozent der elektrischen Energie, die weltweit erzeugt wird. In Deutschland steigt nach Berechnungen der Beratungsfirma Borderstep der Energiebedarf von Rechenzentren von 2008 auf 2013 um 47 Prozent auf 14,9 Terawatt-Stunden. Die Stromkosten verdoppeln sich in diesem Zeitraum auf 2,2 Milliarden Euro.

Im Datencenter in energiesparende Green-IT-Technologien zu investieren lohnt sich langfristig - auch dem eigenen Geldbeutel zuliebe. Energieeinsparungen lassen sich beispielsweise durch eine Optimierung der Rechenzentrumskühlung erreichen. Diese Maßnahmen können bei großen Rechenzentrumsbetreibern bereits kurzfristig zu erheblichen Kostenreduktionen führen. Auch stromsparende Endgeräte verbessern die Energiebilanz deutlich. Nach Schätzungen der deutschen Energieagentur könnten durch energieeffiziente Technik insgesamt bis zu 75 Prozent des Stromverbrauchs von IT-Anlagen eingespart werden.

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