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IDC-Studie: IT-Wachstum in einzelnen Branchen trotz Konjunkturflaute

Öffentliche Verwaltung investiert in IT

20.10.2008, von Tanja Wolff

Der deutsche IT-Markt wird im Laufe dieses Jahres an Schwung verlieren. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens IDC sind dafür die für den IT-Markt seit Jahresbeginn verschlechterten Rahmenbedingungen verantwortlich. Jedoch ist mit erhöhten IT-Ausgaben im Gesundheitswesen, bei den Energieversorgern sowie im Öffentlichen Bereich zu rechnen.

Zwar lässt der starke Produktionsanstieg im ersten Quartal die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nochmals expandieren, doch fällt das zweite Halbjahr deutlich schlechter aus. Der Untersuchung zufolge wirkt sich das entsprechend negativ auf den IT-Markt aus, der dadurch zunächst an Dynamik verlieren wird. Mit Nachlassen des konjunkturellen Expansionstempos werden die IT-Investitionen an Schwung verlieren. Insbesondere im Kredit- und Versicherungsgewerbe sowie in der Industrie trübt sich die Lage ein.

"Allerdings trifft dies nicht auf alle Branchen zu", sagt Joachim Benner, Research Analyst bei IDC. Der Studie zufolge sind beispielsweise Impulse vom Gesundheitswesen und den Energieversorgern zu erwarten. Unter den größeren Branchen steche aber insbesondere die öffentliche Verwaltung hervor, in der die IT-Aufwendungen spürbar zulegen werden. IDC erwartet hier in den kommenden Jahren Wachstumsraten von deutlich über sieben Prozent.

Aufgrund der stark steigenden Steuereinnahmen, wird der in den vergangenen Jahren entstandene Investitionsstau zunehmend abgebaut. Außerdem ist davon auszugehen, dass im Zuge der angestrebten Verwaltungsmodernisierung verstärkt in die IT investiert wird. Ein zentrales Thema der IT ist dabei der Ausbau von E-Government-Angeboten. Über einen reinen Internetauftritt hinaus entwickelt sich E-Government zunehmend hin zu einer Plattform, die eine medienbruchfreie automatisierte Geschäftsabwicklung auch über kommunale Grenzen hinweg ermöglicht.

In den kommenden Jahren wird sich der IT-Markt insgesamt von der Schwächephase wieder erholen, so die Studie. Mit Anziehen der gesamtwirtschaftlichen Produktion wird dann auch die IT wieder etwas mehr Fahrt aufnehmen. Anhaltend hoch bleibt die Dynamik in der öffentlichen Verwaltung, aber auch Branchen wie das Kredit- und Versicherungsgewerbe werden dann wieder stärker in IT investieren. Alles in allem rechnet IDC mit einem jahresdurchschnittlichen Anstieg der IT-Ausgaben der Unternehmen bis 2012 von 4,4 Prozent.

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