Lünendonk-Studie: Bewerber legen Wert auf Soft-Skills

Familienfreundliche Firmen gesucht

24.04.2009, von Tanja Wolff

Die Anforderungen an die Personalabteilungen steigen. Laut einer Lünendonk-Studie gewinnen so genannte Soft Skills wie Familienfreundlichkeit, Home Office und Teamzusammensetzung bei den Bewerbern an Bedeutung.

Für die Mehrheit der Befragten ist neben der Bewerbungsphase der Onboard-Prozess entscheidend. "Auf diesen ersten Abschnitt wird seitens der Personalabteilung besonders geachtet", sagt Jörg Hossenfelder, Geschäftsführer Lünendonk GmbH. Rund 87 Prozent der IT-Dienstleistungsunternehmen stellen dem Neueinsteiger während des Bewerbungsprozesses einen zentralen Ansprechpartner und etwa 79 Prozent in der Onboard-Phase einen Mentor zur Verfügung. Weniger als die Hälfte bezieht das Top-Management in den Prozess ein.

Einbinden der Familie

Unter Familienfreundlichkeit verstehen 81 Prozent der IT-Dienstleistungsunternehmen das Einbinden der Familie des Mitarbeiters bei Events. Drei Viertel informieren via Mitarbeiter-Zeitung/ Newsletter über das Haus. Nur etwa elf Prozent haben einen Firmen-Kindergarten oder eine Tagesstätte eingerichtet. Elternzeit (87 Prozent) sowie Teilzeit (86 Prozent) stellen die wesentlichen Instrumente dar, die am häufigsten für flexible Karriere-Maßnahmen zum Einsatz kommen. 41 Prozent der Befragten stellt Bildungsurlaube in Aussicht, etwas weniger bieten den Mitarbeitern Sabbaticals an.

Bei den Gehaltsformen überwiegt bei 84 Prozent der Befragten deutlich das variable Gehalt. Dieses setzt sich im Durchschnitt zu 79 Prozent aus einem fixen und zu 21 Prozent aus einem variablen Anteil zusammen. Mehr als die Hälfte der Befragten verknüpft den variablen Anteil mit dem persönlichen Erfolg des Mitarbeiters, also dem Erreichen von Zielen. Insgesamt wurden elf verschiedene Gehaltsformen genannt. Unter anderem gaben die Befragten Fixgehalt, zusätzlicher Bonus aufgrund persönlicher Leistung, Pensionsfond/-kasse, vermögenswirksame Leistungen, zusätzliche Beteiligung am Unternehmenserfolg, Weihnachtsgeld, Aktien(-optionen) und Urlaubsgeld an. Mit nur sechs Prozent ist das Lebenszeitarbeitskonto aufgeführt.

Bei Betrachtung der Urlaubstage pro Jahr wird deutlich, dass kaum Unterschiede zwischen Berufseinsteigern und Berufserfahrenen vorkommen. Das arithmetische Mittel liegt bei Berufseinsteigern bei durchschnittlich 28,8, bei Berufserfahrenen bei 29,5 Tagen Urlaub pro Jahr. Der Zentralwert bei beiden Arbeitnehmergruppen liegt bei durchschnittlich 30 Urlaubstagen pro Jahr.

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