04.06.2009, von Tanja Wolff
IT-, Finanz- und Personalchefs investieren oft zu wenig, um das nötige Know-How für ihre Kern-IT-Systeme aufzubauen und zu sichern. Das ist das Ergebnis einer internationalen Umfrage des Lösungsanbieters Micro Focus.
Die Befragten betonten zwar die entscheidende Bedeutung dieser IT-Systeme für ihr Unternehmen, es zeigte sich jedoch, dass dafür kaum noch entsprechende Kenntnisse aufgebaut werden. Langfristig könnte das dazu führen, dass Entwicklung und Zukunftssicherung unternehmenskritischer Anwendungen gefährdet sind.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigten unter anderem, dass 60 Prozent der deutschen CFOs klassische IT-Kern-Systeme als unternehmenskritisch einstufen, während rund 27 Prozent neuere Technologien, beispielsweise im Bereich Web 2.0, für unternehmenskritisch halten. Dennoch ist es nur 17 Prozent der Befragten wichtig, Ressourcen bereitzustellen, mit denen Mitarbeiter für Entwicklung und Pflege der Kern-Systeme angeworben werden.
Micro Foucs deutet diese Ergebnisse als einen Weckruf an Unternehmen, Investitionen in unternehmenskritische Ressourcen und entsprechendes Know-how nicht zu vernachlässigen.
Micro Focus hat beim Marktforschungsinstitut Vanson Bourne eine internationale Studie unter dem Titel "Safeguarding the Corporate IT Assets" in Auftrag gegeben. Dabei wurden im September 2008 insgesamt 450 IT-, Finanz- und Personalleiter in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und den USA zu ihrem Umgang mit Qualifikationen im Bereich der Kern-Systeme befragt.
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