13.05.2011, von Klaus Manhart
60 Prozent der mittelständischen Unternehmen riskieren Datenverluste durch die Nutzung veralteter EDV-Ausstattung. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung, die das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag des Backup-Dienstes Mozy durchgeführt hat.
Viele Unternehmen nehmen es mit der Erneuerung ihrer IT nicht so genau - und riskieren damit schwerwiegende Folgen wie Datenverluste. Laut einer Vanson Bourne Studie von Anfang 2011 mit insgesamt 600 IT-Managern und 3.000 Angestellten mittelständischer Unternehmen zeigen sich dabei aber länderspezifische Unterschiede.
Im Vergleich zu Frankreich (38 Prozent) und Großbritannien (30 Prozent) präsentieren sich deutsche Unternehmen (51 Prozent) deutlich besser und halten sich am striktesten an den empfohlenen Dreijahreszyklus. Ihr Update-Verhalten lässt dennoch zu wünschen übrig. Obwohl sie ihre Rechner im Durchschnitt nach knapp drei Jahren ersetzen, upgraden immer noch 49 Prozent der Unternehmen unregelmäßig.
In Frankreich brauchen Unternehmen für den Austausch ihrer IT deutlich länger als drei und in Großbritannien sogar mehr als fünf Jahre. In diesen Ländern nehmen gerade mittelständische Firmen ein hohes Risiko in Kauf, Daten bei einem Rechnerabsturz zu verlieren. Mehr als 40 Prozent der Angestellten hatten dort bereits mit einer Minderung ihrer Arbeitsproduktivität durch veraltete IT und mit Datenverlust zu kämpfen. 25 Prozent gaben an, dadurch bereits "signifikant" oder "sehr stark" betroffen zu sein.
"Die wirtschaftliche Lage hat beinahe jedes Unternehmen dazu gezwungen, seine Ausgaben aufs Genauste zu prüfen", sagt Clair Galbois-Alcaix, Senior Marketing Managerin des Backup-Dienstes Mozy, der die Studie in Auftrag gegeben hatte. "Die Unternehmen sind sich aber manchmal nicht bewusst, was sie alles aufs Spiel setzen, indem sie sich für Kürzungen entschließen."
Die Untersuchung hat sich auch mit der Situation der Arbeitnehmer beschäftigt. Viele der Befragten, die mit alter Hardware arbeiten, neigen dazu, das Heft selber in die Hand zu nehmen. So erwägen 13 Prozent der britischen Angestellten die Möglichkeit, ihr veraltetes Geräte absichtlich zu zerstören, um ein neues zu bekommen. In Frankreich ist diese Haltung noch ausgeprägter. Hier ist es sogar jeder fünfte Mitarbeiter. In Deutschland sehen nur 7 Prozent den "Griff zum Hammer" als schnellsten Weg, um an aktuelle Hardware zu gelangen.
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