PUE in Rechenzentren

Energieeffizienz richtig messen

23.02.2012, von Klaus Manhart

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(Beitrag in Zusammenarbeit mit Fujitsu)

Jedes Rechenzentrum sollte heute mit der Ermittlung und dem Reporting einfacher Basisdaten beginnen. Dazu gehört auch die Energieeffizienz und der PUE-Wert als wichtigste Kennziffer. Allerdings gab es auch lange Zeit Verwirrung um die korrekte Art, den Wert zu messen und anzugeben. Ein Bitkom-Dokument gibt Hilfestellung.

Der Energieverbrauch in Rechenzentren setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen.Vergrößern
Der Energieverbrauch in Rechenzentren setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen.

Energieeffizienz sollte zu einem integrierten Teil des Rechenzentrumsbetriebs werden, so dass sie automatisch bei allen Änderungsprozessen mit betrachtet und umgesetzt wird. Vielen Rechenzentrums-(RZ)-Betreibern fehlt hierzu allerdings ein organisatorischer Ansatz, da das Thema Energieeffizienz alle Bereiche des RZ und dazu noch die IT betrifft. Diese Komplexität bilden holistische Modelle wie zum Beispiel das OpenDCME Modell ab.

Möchte ein Unternehmen oder ein RZ-Betreiber aber in das Thema neu einsteigen, so wird ein Ansatz benötigt, der die Komplexität reduziert und trotzdem eine Aussage über den Status der Energieeffizienz und seine Entwicklung gibt. Dazu scheint der PUE-Wert - oder dessen Kehrwert, der DCiE - eine geeignete Kennziffer zu sein. Er gibt das Verhältnis aus Gesamtenergieverbrauch und dem Energieverbrauch der IT an.

PUE-Werte von 3 und darüber bedeuten, dass das im RZ eingesetzte Energiekonzept vollkommen ineffizient ist. Ein Wert von 3 besagt nämlich, dass zwei Drittel der eingesetzten Leistung für Wärme, Wärmeabführung und anderes verbraucht werden, wohingegen nur ein Drittel der Rechner nutzt. Wenn sich dieses Verhältnis der Zahl 1 nähert, ist sichergestellt, dass das Rechenzentrum äußerst effizient arbeitet. PUE-Werte von 1,3 sind bereits ausgezeichnet und bedeuten, dass lediglich 30 Prozent der eingesetzten Energie ineffizient verbraucht werden.

Die KPI wird international als der wichtigste Wert angesehen. Allerdings gab es auch lange Zeit Verwirrung um die korrekte Art, den Wert zu messen und anzugeben. Der Bitkom-Leitfaden Wie messe ich den PUE richtig beschreibt nicht nur die klarstellenden Definitionen des Green-IT-Konsortiums GreenGrid, sondern stellt auch pragmatische Ansätze für solche Bestandsrechenzentren dar, die den Meßvorschriften nicht genügen können. Anhand einer typischen Konstellation wird zudem gezeigt, welchen PUE man in einem klassischen Rechenzentrum erwarten kann.

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