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Insider-Risk-Management

Versehentliche Sicherheitsverstöße werden unterschätzt

19.10.2009, von Klaus Manhart

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Unbeabsichtigte Verstöße gegen geltende Security-Richtlinien sind häufiger und verursachen höhere Schäden als vorsätzlich missbräuchliches Handeln eigener Mitarbeiter, so eine aktuelle IDC-Studie.

Die IDC-Studie "Insider Risk Management: A Framework Approach to Internal Security" konzentriert sich auf Gefahren, die von internen Anwendern mit Zugang zu kritischen IT-Systemen und vertraulichen Informationen ausgehen. Demnach kommt es öfter zu unbeabsichtigten Sicherheitsverstößen, die außerdem größere Schäden nach sich ziehen als in böser Absicht provozierte Vorfälle. Dennoch konzentriert sich die Mehrheit der Sicherheitsverantwortlichen stärker auf die Abwehr bewusster Insider-Attacken als auf systematische Vorkehrungen gegen versehentliche Security-Vorfälle.

"IT-Security darf nicht nur Sache des Sicherheitsteams sein, sondern geht jeden Mitarbeiter an", sagt Christopher Young, Senior Vice President Products bei RSA. "Die internen Risiken steigen rasant, ihr Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit wächst." Vergrößern
"IT-Security darf nicht nur Sache des Sicherheitsteams sein, sondern geht jeden Mitarbeiter an", sagt Christopher Young, Senior Vice President Products bei RSA. "Die internen Risiken steigen rasant, ihr Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit wächst."

Generell, so die vom Sicherheitsanbieter RSA initiierte Untersuchung, seien sich viele Firmen zwar bewusst, dass durch die internen Nutzer potenzielle Risiken entstünden. Doch stehen Sicherheitsschwächen wie sorgloses Zugriffsverhalten oder regelwidriger Umgang mit sensiblen Daten häufig im Hintergrund, da sie von äußeren Bedrohungen überschattet würden.

Tatsächlich ist sich das Gros der von IDC befragten Entscheidungsträger - CIOs und CEOs - über interne Gefahrenquellen nicht im Klaren. Sie können Ursachen von Workflow-Beeinträchtigungen deshalb auch nicht eindeutig zuordnen und finanzielle Schäden nicht quantifizieren.

52 Prozent der Befragten charakterisieren Sicherheitsverstöße, die von eigenen Mitarbeitern verschuldet wurden, als vorwiegend unbeabsichtigt. Nur 19 Prozent vermuten, dass die Mehrzahl der Fälle auf Vorsatz beruht. 26 Prozent meinen, Absicht und Fahrlässigkeit hielten sich die Waage. Die verbleibenden drei Prozent waren sich unsicher und machten keine Angaben. Bei der Frage nach der Einstufung ihrer Sicherheitsrisiken waren sich 82 Prozent der befragten CIOs und CEOs nicht sicher, ob Vorfälle im Zusammenhang mit Partnern beziehungsweise freien oder temporären Mitarbeitern überwiegend vorsätzlich oder fahrlässig entstehen.

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