10.02.2010, von Klaus Manhart
Einen mehrtägigen Ausfall des Rechenzentrums können sich heute nur noch wenige Unternehmen leisten. Wie aber erreicht man hohe Verfügbarkeiten - und das möglichst kostengünstig? Der neue Bitkom-Leitfaden "Betriebssichere Rechenzentren" zeigt wie`s geht.
| Die Klimatisierung von IT-Systemen ist ein entscheidender Faktor für deren Verfügbarkeit und Sicherheit (Quelle: Bitkom). |
Eine hohe IT-Verfügbarkeit ist heute kein Luxus mehr, sondern müsste für jedes Unternehmen zur Selbstverständlichkeit gehören. Schließlich können die Folgen von längeren Systemausfällen verheerend sein. Nach einer Studie der Meta Group verschwindet jedes zweite Unternehmen, das 10 Tage auf seine wichtigsten IT-Systeme verzichten muss, innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre vom Markt.
"Alle Unternehmen müssen sich heute die Frage stellen, wie hoch die maximal tolerierbaren IT-Ausfallzeiten sind", sagt Holger Skurk, Experte für IT-Infrastruktur beim Bitkom. Der Begriff "Verfügbarkeit" bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, mit der ein System zu einem gegebenen Zeitpunkt wie geplant genutzt werden kann. "Der Wert der gerade noch erträglichen IT-Ausfallzeiten ist die Basis für Planung und Betrieb eigener Rechenzentren oder aber den Leistungsbezug über externe Firmen", so Skurk.
Ein neuer Bitkom-Leitfaden "Betriebssichere Rechenzentren" gibt Tipps für deren Planung und Implementierung: Welche Geräte werden für welche Anforderungen benötigt? Wie sollte verkabelt werden? Auf welche Weise kann Strom gespart werden? Zudem gibt es eine Übersicht über die wichtigsten gesetzlichen Richtlinien und Anforderungen. "Technische Lösungen reichen nicht aus für eine hohe Verfügbarkeit", sagt Skurk. "Unternehmen brauchen dafür auch die richtige organisatorische Struktur. Dazu zählen geschultes Servicepersonal und genaue Vorgaben für das Verhalten im Notfall."
Der Leitfaden kann von der Bitkom-Website kostenlos heruntergeladen werden.
| ||||