| Inhalt dieses Artikels: | |
| Umweltschutz in Rechenzentren | |
| Umweltplanung ist keine Kernkompetenz | |
13.02.2012
Zum Umweltschutz in Rechenzentren stellte die Experton Group für 2011 eine Reihe von Prognosen auf. Jetzt zeigte sich: Die Einschätzung der Analysten über die Umweltschutzmaßnahmen im Rechenzentrum ging über das hinaus, was in der Realität tatsächlich erreicht wurde. Dennoch gibt es erfreuliche Tendenzen.
| Grundsätzlich wurden grüne Rechenzentrums-Initiativen in die Zukunft verschoben, wenn sie keine wirklich schnelle Amortisierung versprachen, musste Experton-Analyst Wolfgang Schwab rückblickend feststellen. Foto: Experton Group |
Eine Reihe von Abstrichen musste die Experton Group machen, als sie jetzt ihre Prognose zur Green IT in Data Centern für 2011 mit der Realität verglich. So stellt Experton-Analyst Wolfgang Schwab fest, dass IT- und Gebäudeverwaltung zwar zum Geldsparen durch Energiesparmaßnahmen angehalten wurden, aber in den meisten Fällen spielte das Thema dann doch eine eher untergeordnete Rolle. Grundsätzlich wurden grüne Initiativen in die Zukunft verschoben, wenn sie keine wirklich schnelle Amortisierung versprachen.
Dennoch trug "grüne" Technologie mit dazu bei aufzuzeigen, wie Aktualisierungen und Upgrades in nicht einmal einem Jahr eine Rendite erwirtschaften können. So wurden in vielen Unternehmen die Energiekosten in die Kosten-/Nutzen-Analysen und die Auswahlkriterien mit einbezogen. Der PUE-Wert als wichtigstes Mess-Kriterium war nützlich bei der Verbesserung der Nicht-IT-Infrastrukturen, wobei diese Komponenten allerdings nicht die größten IT-Kostenträger darstellen. Mit Ausnahme einiger wirklich visionären IT-Entscheider achtete auch kaum jemand darauf, wie sich umweltfreundliche IT bei einer Projektamortisierung von weniger als einem Jahr auch unter dem Strich in Einsparungen bemerkbar machen kann.
Bei den Energiekosten traten 2011 Schwankungen auf, so dass sich die verantwortlichen IT-Entscheider keinem Druck ausgesetzt sahen, das Energieeffizienz-Thema in der IT verstärkt zu adressieren. Auch die Tatsache, dass in den Marketing-Aktivitäten der Hersteller Effizienz-Standards und Leistungsmetriken Einzug hielten, trug ein Übriges dazu, diese Entwicklung voranzutreiben. Einen "Heiligen Gral" für die Messung der IT-Infrastruktur-Leistungsfähigkeit gibt es aber immer noch nicht, und es ist auch nach wie vor keiner in Sicht.
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