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Cloud Computing: Was ist das eigentlich?

21.07.2008

Amazon.com tut es. Salesforce.com tut es auch. Und die Liste der Angebote, die die Nutzung von Rechen- und Speicherkapazitäten oder Software irgendwo im Internet ermöglichen, wird jeden Tag länger. Selbst die ganz großen Software-Anbieter wie Microsoft, Oracle oder SAP experimentieren mit neuen Lizenzmodellen. All das läuft unter dem Begriff "Cloud Computing". Doch was ist das eigentlich?

Dienstleistungen aus der Internet-Wolke können die IT-Infrastruktur von Unternehmen unterstützen.Vergrößern
Dienstleistungen aus der Internet-Wolke können die IT-Infrastruktur von Unternehmen unterstützen.

Eines ist sicher: Das Internet hat die Gewohnheiten von Verbrauchern und Unternehmen verändert. Während sich immer mehr Anbieter von Produkten und Dienstleistungen das Internet als Handel- und Verkaufsplattform zunutze machen oder sich und ihre Leistungen dort präsentieren, greifen die Konsumenten darauf gleich in mehrfacher Form zurück. Ihr E-Mail-Konto läuft über eine Adresse bei den Serviceprovidern yahoo.com, gmx.de oder Google, die auch alle ein- und ausgehenden Mails auf ihren Servern und Speichergeräten aufbewahren. Ein lokales Mailprogramm brauchen sie nicht mehr. Und sie kommunizieren darüber hinaus miteinander über Plattformen wie Facebook, Xing oder StudiVZ und sie nutzen Videos, Musik oder Bilder bei Youtube oder Flickr.

Allen diesen Diensten ist gemeinsam, dass dazu außer einem Internetzugang und einem Browser keine eigene Software mehr auf dem PC oder Notebook benötigt wird. Und ist man unterwegs oder verreist, kann man in jedem Internetcafé irgendwo auf der Welt oder jedem PC mit Internet-Zugang alles so weiterbenützen wie gewohnt - eventuell etwas eingeschränkt durch die geringere verfügbare Bandbreite an manchen Orten. Der eigene oder fremde Computer ist in diesen Fällen nur noch eine Art Terminal - ein Zugangsgerät zu den Angeboten des Internets, mehr nicht.

Analysten oder Autoren wie Nicholas Carr, der zu dieser Thematik das Buch "The Big Switch - Rewiring the World, from Edison to Google" verfasst hat, sind der Ansicht, dass der Fortschritt der IT-Technologie derzeit von der Consumerseite angetrieben wird. Denn mit den neuen "social networks" werden durch die Kopplung mit Werbung und Extraangeboten nicht nur sehr hohe Umsätze erzielt, sondern gerade hier sind neue Business-Prozesse und neue Infrastrukturen der Rechenzentren zu Hause, die auch Vorbild für die bestehende Unternehmens-IT sein könnten.

Die vielleicht bekanntesten Beispiele sind die von Amazon und Salesforce.com. Amazon startete Ende der 90er Jahre als elektronischer Buchhändler und hat sein Angebot inzwischen auf weitere Konsumartikel ausgedehnt. Wie Dr. Joseph Reger, CTO von Fujitsu Siemens Computers, in einem Vortrag während des diesjährigen Data Center Symposiums in Köln erläuterte, bietet das amerikanische Unternehmen aber inzwischen eine ganze Palette von Dienstleistungen an:

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