Das Internet bietet heute zig Millionen von News, Hintergründen und sonstigen Informationen. Selbst Suchmaschinen wie Google helfen da häufig nicht mehr weiter mit ihren Riesenlisten von Einträgen zu einem Thema oder Suchbegriff. Eine Alternative und ein guter Einstieg sind da ein paar Blogs, die sich mit IT befassen und die wiederum auf andere Quellen im Web verweisen. Im Folgenden ein kleiner Überblick.
Von Hartmut Wiehr
Dass führende Manager sich in Blogs äussern, ist noch immer die Ausnahme. Und wenn sie es gelegentlich doch tun, dann merkt man leider allzu oft die (marketing-getriebene) Absicht. Echte persönliche Meinungen finden sich recht selten, dafür gut abgehangene Statements zur Firmen-Policy. Meinungen zu äußern und mit vielleicht ungewöhnlichen Argumenten zu begründen, trägt dagegen häufig zu dem besonderen Reiz von Blogs bei. Sie wollen ja nicht einfach informieren – auch wenn sie das oft quasi nebenbei tun –, sondern ihre eigene Sicht auf die Dinge ihrer Wahl ausdrücken. Damit ist in den letzten Jahren im Internet ein neues Medium entstanden, nicht immer von professioneller Qualität, aber auch dies gibt es inzwischen reichlich.
![]() | |
| Hartmut Wiehr ist Journalist und Buchautor in München. |
Schon etwas hochkarätiger sind im allgemeinen die Beiträge von Bruce Schneier, der als einer der wesentlichen Security-Gurus in den USA gilt. Er hat mehrere, zum geringen Teil auch ins Deutsche übersetzte Bücher geschrieben, die sich vor allem damit befassen, wie Security wirklich funktioniert und was hinter den Kulissen abläuft. Ihre Titel: "Applied Cryptography", "Secrets & Lies", "Beyond Fear". Am 21. August schrieb er in seinem Blog über einige Ungereimtheiten bei der "Transporatation Security Administration (TSA)" in den USA, die sich als Teil des "Department of Homeland Security" auch um die Sicherheit auf den Flughäfen kümmern soll. Schneier sammelt Pannen der letzten Tage, teilweise von den TSA-Beamten selbst verursacht, und kommentiert sie.
Ein anderer Blogeintrag vom 20. August verweist auf eine interessante Studie des CPNI (Centre for the Protection of National Infrastructure), die sich mit Sicherheitslücken im Internet-Protokoll befasst: “Security Assessment of the Internet Protocol”. Das TCP/IP-Protokoll wurde in einer Zeit konzipiert, als das Internet noch nicht so eine feindliche Umgebung wie heute darstellte. Doch auf Grund seiner Effektivität und weiten Verbreitung beruht die globale Wirtschaft noch immer weitgehend auf dieser Technologie. Obwohl sich die Internet-Technologie insgesamt seit den Anfangsjahren weiter entwickelt hat, stützt sich der Datentransport noch immer auf die Protokolle, die vor über zwei Jahrzehnten im ARPANET entstanden. Allerdings hat sich diese Infrastruktur auch verwundbar gezeigt, mit steigender Tendenz. Die Studie setzt sich mit diesem Problem auseinander und zeigt Wege zu einer Lösung auf.
| | Seite: 1 | 2 | ![]() |
| ||||
| ||||