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| Zalando - eine Nummer zu groß? | |
| Ein bisschen wie bei Amazon | |
| Ein gutes Zeichen | |
| Wann kommt der Börsengang? | |
| Die zehn umsatzstärksten Online-Händler in Deutschland im Jahr 2010 | |
09.01.2013, von Rebecca Eisert
Zalandos Schrei ist in aller Munde. Dafür gibt es den deutschen Marketingpreis. Wie die Schuh-Bude zum Umsatzwunder wurde und wie viel Experten ihr noch zutrauen.
| Wie lange kann Zalando weiterwachsen? Die Frage beschäftigt nicht nur das Unternehmen selbst. Foto: Zalando |
Mit Nackedeis, die den Paketboten entblättern, vor Glück kreischenden Frauen und seit neuestem einem Päckchenzusteller, der noch schneller sein will als der Weihnachtsmann, hat sich Zalando ins Gedächtnis der Zuschauer gebrannt. Für die witzigen Spots und den unglaublich schnellen wie erfolgreichen Aufbau der Marke erhält Zalando den Deutschen Marketingpreis. Unter anderem mit TV-Spots, in denen ein Priester den Kundinnen das Zalando-Virus austreiben soll, erreichte die beauftrage Agentur Jung von Matt eine Markenbekanntheit von 95 Prozent.
Nicht immer war die Begeisterung für den Onlinehändler, bei dem zunächst nur Schuhe und mittlerweile Kleidung und Fashion-Accessoires zu haben sind, so groß. Genau genommen überwiegt immer noch die Skepsis. Wie kann ein Unternehmen, das Millionen für Marketing und Retouren ausgeben muss, Gewinn abwerfen? Wie soll ein Händler, der binnen drei Jahren von einem in 14 europäische Ländern expandiert, profitabel sein? Wie lange kann Zalando so weiterwachsen?
Zalando selbst gibt auf die meisten Fragen keine Antwort. So laut und schrill die Kundenansprache, so verschwiegen gibt sich der Konzern gegenüber der Presse. Was zu zahllosen Gerüchten führt. Etwa, dass der Online-Händler siebzig bis achtzig Prozent Retoure zu verkraften hätte - das Todesurteil für jedes Versandhaus. "Das ist fern der Realität", beruhigt Zalando. Die Retoure gehöre absolut zum Geschäftsmodell dazu und sei Teil des Serviceversprechens. "Trotzdem müssen wir dafür sorgen, dass das Gesamtunternehmen profitabel arbeitet", so ein Sprecher des Unternehmens.
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