Accenture-Analyst

"Banken haben einige der besten IT-ler der Welt"

21.03.2013, von

Dem iPad sei Dank: Bei Business-Entscheidern in Banken wächst das Verständnis für die Bedeutung von IT. Den Geldhäusern gelingt es immer häufiger, die besten Informatiker der Welt einzustellen. Warum der Job eines Banken-CIOs trotzdem nicht einfach ist, erläutert Samad Masood von Accenture im Gespräch mit cio.de.

Samad Masood, Analyst bei Accenture: "Die Arbeit in einer Bank ist für Informatiker eine hochinteressante Aufgabe."Vergrößern
Samad Masood, Analyst bei Accenture: "Die Arbeit in einer Bank ist für Informatiker eine hochinteressante Aufgabe."
Foto: Accenture

Sie heißen Kiboo, Digital Shadows oder Tesobe - sieben Anbieter sind am gestrigen Mittwoch in London zusammengekommen, um beim FinTech Innovation Lab für ihre Produkte zu trommeln. Der Berater Accenture veranstaltet diese Konferenz, die die technologische Entwicklung für die Finanzbranche abbilden soll. Die Deutsche Bank, die Credit Suisse, Goldman Sachs und andere Häuser schickten Vertreter.

Am Rand der Veranstaltung sprach cio.de mit Samad Masood, dem Programm-Manager der Konferenz. Er verantwortet Accentures Technology Research in Großbritannien und das Forschungsfeld Infrastructure Services weltweit.

Herr Masood, stimmen Sie der These zu "Banking ist heute IT"?

Samad Masood (lacht): Ganz so ist es noch nicht. Selbstverständlich sind die vielfältigen Herausforderungen an Banken - vom veränderten Kundenverhalten über Regularien und Compliance bis zu Sicherheitsfragen - in erster Linie mit Technologie zu lösen. Dennoch bleibt Banking immer auch eine Vertrauenssache auf persönlicher Ebene zwischen Kundenberater und Kunde. Deshalb wird das Bankwesen auch nie komplett ins Digitale wandern.

Wo kann IT konkret helfen?

Masood: Zum Beispiel in der verbesserten - nämlich individuelleren - Kundenansprache. Wer die vielen Daten und Informationen über das Kundenverhalten geschickt analysiert, lernt die Verbraucher genauer kennen und kann ihnen bessere Services anbieten. Ein Anbieter wie Kiboo macht Datenanalyse auch für den privaten Endkunden nutzbar: Seine Lösung erstellt einen Überblick über die Ausgaben des Kunden und bildet grafisch ab, für welche Art von Produkten und Dienstleisten wieviel Geld ausgegeben wurde. Sehr junge Menschen können dadurch lernen, ihr Konsumverhalten zu beobachten.

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