| Inhalt dieses Artikels: | |
| Patientendaten bei Facebook aufgetaucht | |
| Patientendaten haben nichts auf Facebook zu tun | |
26.05.2011, von Hartmut Wiehr
Wer als Arzt sensible Patientendaten auf seinem PC hat, sollte mit seinem Facebook-Auftritt besonders aufpassen. Dies zeigt ein aktueller Fall.
Ärzte, die eine Facebook-Gruppe aufmachen oder irgendwo als Mitglied dabei sind, sollten tunlichst nicht ihren Arbeitsplatz-PC dazu benutzen. Denn so ganz nebenbei könnten ihre Patientenkontakte und deren individuelle Krankheitsdaten plötzlich in der Welt von Facebook oder anderen sogenannten Social Media auftauchen.
| Die "Stiftung Gesundheit" will sich um die Transparenz im Gesundheitswesen kümmern - angesichts des Chaos in Deutschland keine leichte Aufgabe. Foto: Stiftung Gesundheit |
So geschehen in mindestens einem Fall, wie jetzt der Datenschutzbeauftragte von Hamburg, Johannes Caspar, berichtet hat. Caspar mahnt, Ärzte oder andere Mitarbeiter von Institutionen des Gesundheitswesens sollten besondere Vorsicht walten lassen, damit keine Patientendaten an Facebook und andere soziale Medien übermittelt würden.
Laut Caspar tauchen momentan Patientendaten vermehrt bei Facebook auf. Wenn ein neuer Account bei Facebook angelegt werde, frage das soziale Netzwerk, ob das Adressbuch zum "Freunde-Finden" verwendet werden solle. Auf PC oder Smartphones von Ärzten befänden sich im Adressbuch häufig Patienten-Informationen, die dann von Facebook importiert werden.
Und anschließend anderen Facebook-Mitgliedern zugänglich sind, was einen klaren Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht darstellt. Wie Peter Müller vom Vorstand der unabhängigen "Stiftung Gesundheit" im Gespräch mit CIO Healthcare-IT mitteilt, gilt diese ärztliche Schweigepflicht in Deutschland sogar gegenüber staatlichen Organen wie Polizei oder Staatsanwaltschaft.
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