IT-Manager wetten

2023 gibt's den Daten-Recorder am Körper

13.11.2012, von Helmut Schlegel

Weitere Wetten finden Sie im CIO-Jahrbuch 2013. Die CIO-Redaktion stellt das Buch am 22. November anlässlich der Gala zum CIO des Jahres 2012 vor.Vergrößern
Weitere Wetten finden Sie im CIO-Jahrbuch 2013. Die CIO-Redaktion stellt das Buch am 22. November anlässlich der Gala zum CIO des Jahres 2012 vor.
Foto: cio.de

Die integrative Verknüpfung dieser Ansätze und Innovationen unter dem Paradigma der Prävention weist unter einigen weiteren auf einen erfolgversprechenden Lösungsansatz hin, den man unter dem Begriff "Patienten-Monitoring" zusammenfassen kann. Einfach ausgedrückt meint diese Bezeichnung eine Ausweitung des auf den Intensivstationen in den Kliniken eingesetzten Patientendaten-Monitorings über PDM-Systeme (Patientendaten-Management-System), wobei hier allerdings die Zielsetzung anders gelagert ist.

Multifunktionaler Daten-Recorder groß wie eine Armbanduhr

Zur Umsetzung dieser spürbaren Erhöhung der Qualität der Gesundheitsversorgung über präventive Früherkennungsmethoden müssen diese Erfahrungen "industriell" umgesetzt (Produkt- und Serviceentwicklung) und über "Distributionskanäle" (Arztpraxen und Krankenhäuser) an den Mann/die Frau (Patienten) gebracht werden. Als gesetzte Zielsetzung werden in zehn Jahren fast alle älteren und zusätzlich die chronisch gefährdeten Bürger in hoch entwickelten Industrienationen respektive wohlhabenden Ländern einen multifunktonalen medizinischen Daten-Recorder in der Größe einer Armbanduhr am Körper tragen.

Über Sensoren werden Vitalwerte des Trägers aufgezeichnet (Puls, Herzrhythmus, Temperatur, Blutzucker, Blutdruck und weiteres) und im Verbund mit dessen personalisierten Grenzwerten einem permanenten Monitoring zugeführt. Die personalisierte beziehungsweise individualisierte Medizin versucht, spezifische Faktoren zu identifizieren, mit denen sich Erkrankungswahrscheinlichkeiten und Wirkungen von Behandlungsverfahren besser vorhersagen lassen.

Medizinische 24/7-Betreuung mit GPS

Eine Überschreitung von festgelegten Limits oder eine Annäherung an kritische Werte wird dem Träger in Form von eindeutigen Signalen mitgeteilt. Überschreitungen über längere Zeit werden via UMTS oder künftig mittels dann aktueller, alternativer Übertragungstechniken an medizinische Servicezentren übermittelt. Diese Zentralen können rund um die Uhr über Alarmierungsfunktionen medizinische Notdienstfunktionen zu der enthaltenen GPS-Verortung des Trägers starten.

Weitere Inhalte zu:
Klinikum Nürnberg, Gesundheitssystem, Datenkommunikator, Telemedizin, Medizintechnik