Mobile Geräte, Apps und Cloud Computing

8 IT-Trends für 2013

05.12.2012, von Hartmut Wiehr

Profitieren von der Entkopplung der Daten von einzelnen Applikationen, die bisher meist in Silos vorgehalten werden, könnten laut Accenture die medizinische und pharmazeutische Forschung und Entwicklung. Außerdem ließen sich so neue Simulationsmodelle konstruieren, um die Auswirkungen von Medikamenten oder klinischen Eingriffen mittels einer vergrößerten Datenbasis zu überprüfen. Die globale Healthcare User Group "GS1" entwickelt derzeit in diesem Zusammenhang neue Standards für die Patientensicherheit.

6. Soziale Netzwerke als Motor der Healthcare-IT

Soziale Netzwerke, so die Einschätzung von Accenture, werden nicht nur als Marketinginstrument für Unternehmen funktionieren. Eine größere Bedeutung werde ihnen als Tool für Collaboration zukommen, besonders innerhalb der Life-Science-Unternehmen, aber auch außerhalb im Ecosystem der Gesundheitswirtschaft und der medizinischen Einrichtungen. Gemeinsames Ziel müsse es sein, die ansteigenden Kosten im Gesundheitssystem im Griff zu behalten. Die Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Marketing oder Vertrieb könnten mit dem Einsatz von IT-gestützten Collaboration-Tools früher als bisher Ideen und Erfahrungen austauschen. Vielerorts befinden sich schon Programme wie Yammer, Jive oder Chatter im Einsatz, obwohl es noch an der nötigen Umstellung der individuellen Verhaltensweisen mangelt.

7. Platform-as-a-Service (PaaS) ändert Geschäftsprozesse

Mit der Verbreitung von Tablets und Apps in den Vertriebsabteilungen der Unternehmen nimmt die Nutzung von Cloud-Services zu. Dies bietet laut Accenture zugleich die Chance, weitere Geschäftsfelder über externe Dienste zu nutzen. IT könne sich so aus der Rolle des Kostenoptimierers befreien und direkt auf die Geschäftsprozesse einwirken. Bei kapitalintensiven IT-Installationen kann es zudem zu Einsparungen kommen, wenn man zu der Anmietung von Kapazitäten nach dem "On-Demand"-Modell übergeht.

Das Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline hat zum Beispiel für mehr als 100.000 Mitarbeiter an hunderten von Standorten auf Microsoft Office 365 inklusive Exchange, SharePoint, Office Communicator und Office Live Meeting umgestellt. Und Roche hat vor kurzem angekündigt, zu Googles Cloud-basierten Geschäftsanwendungen einschließlich Gmail und Google Docs zu wechseln. Von diesem Schritt betroffen sind weltweit 90.000 Mitarbeiter, die zukünftig nicht mehr mit zwei verschiedenen Mail- und Kalendersystemen arbeiten müssen.

8. Offene Grenzen absichern

Bei Accenture geht man davon aus, dass sich auch Unternehmen aus dem medizinischen Bereich auf mehr Security-Verletzungen einstellen müssen. In dem Maße, in dem produktive Daten in die Cloud verlegt oder für Shared Pools zur Verfügung gestellt werden, sind Organisationen anfälliger für Angriffe. In der Folge müssen neue Verteidigungslinien aufgebaut werden, vor allem was die Datenbasis und den Datenaustausch angeht. Da voraussichtlich mehr Attacken die Firewall und andere Schutzmechanismen passieren werden, müssen neue Security-Zonen geschaffen werden, die vom Rest der Unternehmens-IT abgeschottet sind – so wie es etwa passiert, wenn E-Mails in eine externe Cloud ausgelagert werden.

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