Prognosen bis 2016

IDC: IT-Ausgaben für Gesundheit steigen

21.01.2013, von Hartmut Wiehr

IBM bietet mit DataPure System Hardware für Projekte wie Analytics im Gesundheitswesen.Vergrößern
IBM bietet mit DataPure System Hardware für Projekte wie Analytics im Gesundheitswesen.
Foto: IBM

Silvia Piai, EMEA Research Manager bei IDC Health Insights, ist der Ansicht, dass die IT-Budgets weiter unter Druck bleiben werden: "Neue IT-Investitionen werden sehr genau geprüft werden. Dabei ist es nötig, die Kosten für die traditionell zersplitterte Software-Landschaft in der Healthcare-IT in den Griff zu bekommen. IT-Manager und CIOs müssen herausfinden, wo und wie sie rationalisieren können."

Der Widerspruch von investieren und sparen

Für viele sei es verlockend, dafür den Einsatz neuer Technologien wie Cloud Computing, Social Media, mobile Geräte und Applikationen oder Big Data/Analytics in Betracht zu ziehen. Doch alle diese Entwicklungen, die von den Herstellern mit viel Marketingaufwand angepriesen werden, sind nicht gerade billig. Der klassische Widerspruch bei vielen IT-Investitionen zeigt sich auch hier: Erst Geld ausgeben, um dann anschließend sparen zu können.

Die Notwendigkeit für erhöhte Ausgaben in der Healthcare-IT ist zweifelsohne vorhanden, doch angesichts niedriger Budgets in den Krankenhäusern und einem allgemeinen Trend zum Einsparen staatlicher Leistungen sieht es mit der Umsetzung in Europa eher düster aus.

Positives Zeichen

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am 15. Januar 2013 berichtete, ist die Situation in Deutschland eindeutig anders: "Erstmals seit fünf Jahren hat der deutsche Staat im vergangenen Jahr einen Überschuss erzielt. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen zusammen 2,2 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben." Das ist auch für die Healthcare-IT hierzulande ein positives Signal.

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