Druck durch Sparzwang

IDC: Die IT-Agenda von Gesundheits-CIOs

17.04.2013, von Hartmut Wiehr

Überall in Westeuropa – so IDC – steht die Healthcare-IT unter Druck. Nur durch Verbesserung der IT-Services und Kostenreduzierung kann sie ihre Aufgaben erfüllen.

Rezession, Finanz- und Eurokrise verhehlen in ganz Westeuropa nicht ihre Wirkung. Deutschland scheint zwar weniger betroffen als die anderen EU-Staaten, dennoch stehen auch hier weitere Budgetkürzungen der öffentlichen Haushalte an. Und "Reform" ist oft nur noch ein Synonym für ein Zurückfahren staatlicher Leistungen – nicht zuletzt im Gesundheitswesen.

IDC Health Insights untersucht globale Entwicklungen im Gesundheitswesen und bei Healthcare-IT. Für Europa gehen die Analysten von verschlechterten Investitionsbedingungen aus.Vergrößern
IDC Health Insights untersucht globale Entwicklungen im Gesundheitswesen und bei Healthcare-IT. Für Europa gehen die Analysten von verschlechterten Investitionsbedingungen aus.
Foto: IDC

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Western Europe: Hospital Sector, Business Solution Investment Trends Survey – How Hospitals Will Invest in 2013". IDC Health Insights hat hierzu 158 IT-Leiter und weitere Verantwortliche im Gesundheitswesen in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien befragt. Überall hätten die Regierungen Ausgaben für das Gesundheitswesen zusammengestrichen, nicht zuletzt deswegen, weil dieser Bereich einen der größten Budgetposten ausmacht.

In direkter Konsequenz geht davon – so IDC Health Insights – ein starker Druck auf Krankenhäuser und sonstige Institutionen des Gesundheitswesens aus, ihre Effizienz und Produktivität zu überprüfen, um zumindest die gegebenen Standards halten zu können. Silvia Piai, EMEA Research Manager bei IDC, führt dazu aus: "Es ist sicherlich keine leichte Aufgabe, in den Zeiten knapper Ressourcen die Aufgaben der IT-Abteilung entsprechend den langfristigen geschäftlichen Zielen in gewohnter Weise durchzuführen."

Mehr Interoperabilität notwendig

Die Zukunft der Krankenhäuser hängt aber laut Piai gerade davon ab, nicht nur den Status quo aufrecht zu erhalten, sondern nach vorne zu blicken und für neue Kommunikationsformen und für mehr Interoperabilität auf der technischen Ebene zu sorgen. Die CIOs der Krankenhäuser müssten darüber hinaus die Skalierbarkeit der IT-Infrastruktur im Auge behalten: "Nur den laufenden Betrieb zu gewährleisten, wird letztlich zu weiteren Budgetkürzungen führen."

Rudi Dueck - 25.04.2013 14:26
Zitat: "Ein Ausweg wäre, Standard-Software von SAP einzusetzen, die über Schnittstellen auch KIS und PACS einbinden kann." Was ist das denn für eine Aussage!?! Werbung??? Gehaltvoll ist etwas anderes
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