Best Practices

Klinikum Garmisch-Partenkirchen

Virtualisierte Infrastruktur für Heilprozesse

Autor(en): Hartmut Wiehr

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Seit fünf Jahren verfolgt das Klinikum Garmisch-Partenkirchen eine Virtualisierungsstrategie für Server und Storage. Ausfallsicher laufen heute auch Applikationen in der virtuellen Infrastruktur, die große Leistungsanforderungen stellen, darunter das Krankenhaus-Informationssystem iMedOne, das radiologische Bildarchiv und SAP mit Oracle-Datenbanken. Durch die Virtualisierung ergeben sich Kostenvorteile bei Speichererweiterungen und Vorteile bei der Administration.

Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen, akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist ein IT-gestütztes Krankenhaus mit über 500 Betten und rund 19.000 stationären Patienten jährlich. Etwa 1.000 Mitarbeiter an rund 600 Computerarbeitsplätzen sowie diverse diagnostische und therapeutische Einrichtungen sorgen für eine medizinische Versorgung rund um die Uhr. Bekannt ist das Klinikum insbesondere für seinen Fachbereich Gelenkersatz (Endoprothetik), das Zentrum für Innere Medizin sowie für Unfallchirurgie und Sportorthopädie – im Skifahrer- und Wanderparadies Garmisch ein Muss.

Die IT-Verantwortlichen in Garmisch-Partenkirchen wagten bereits vor fünf Jahren den Einstieg in die Server-Virtualisierung mit VMware. Im Vordergrund stand die Zentralisierung der gesamten produktiven IT-Systeme, um die Systemvielfalt zu reduzieren und die Systemstabilität zu erhöhen. Parallel zur Server-Virtualisierung stiegen die Leistungs- und Kapazitätsanforderungen an den Speicher, und man beschloß die Einführung eines Storage Area Network (SAN).

Eine herkömmliche, rein Hardware-basierte SAN-Lösung sei aber auf Grund der mangelnden Flexibilität zweite Wahl gewesen, erläutert Thomas Schmeidl, Leiter der Abteilung EDV und Qualitätsmanagement. Bei komplett redundantem Aufbau von damals 30 und heute über 60 Servern wäre so eine kaum handhabbare IT-Landschaft entstanden. Schließlich überzeugte die Verantwortlichen im Klinikum das Konzept des IT-Dienstleisters Assistra, das vorsah, die virtuellen VMware-Maschinen mit einem flexiblen virtuellen Software-SAN zu kombinieren.

Das Kernstück des virtuellen SAN ist die Speichermanagement- und Virtualisierungssoftware SANmelody von DataCore. Sie setzt auf Standardservern mit Windows-Betriebssystem auf und stellt Anwendungs-Servern virtuelle Laufwerke aus einem zentralen Speicherpool zur Verfügung. Durch redundante Auslegung und synchrone Spiegelung gewährleistet das Software-SAN Hochverfügbarkeit.

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