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15.01.2013, von Brian Eastwood, Hartmut Wiehr
Die traditionelle Telemedizin erforderte umständliche Apparaturen, besondere Applikationen und schnelle Internet-Verbindungen. Ein iPad mit seiner eingebauten Kamera und mit optionalem 3G kann die Gesundheitsvorsorge zu Hause zu breiten Bevölkerungsschichten bringen. Vorausgesetzt ist natürlich auch hier, dass man Zugang zu den modernen Geräten hat. Neben den städtischen Eliten, die sich ein iPad auch als Statussymbol zulegen, könnten auch Menschen in kleineren Städten und auf dem Land prinzipiell Zugang zu einer modernen medizinischen Versorgung bekommen.
| Anschauliche Erklärungen bei medizinischen Problemen: Das iPad macht's möglich. Foto: Apple |
Viele Programme im Gesundheitssektor basieren noch auf altem Code, der sich nur schwer oder gar nicht in neuere Betriebssysteme integrieren lässt. Dies führt auch zu einem Mitschleppen veralteter Hardware im medizinischen Alltag. Und oft sind intensive Trainingsprozesse für die veraltete Software notwendig. Mobilität, Touchscreen statt Tastatur und intuitiv zu verstehende Apps sind dagegen Pluspunkte für das iPad im medizinischen Alltag.
Software für Patientendaten (KIS – Krankenhausinformationssysteme) gibt es in vielen proprietären Varianten, deren Bedienbarkeit darüber hinaus zu wünschen übrig lässt. Der Einsatz von mehr iPads in den Krankenhäusern könnte die KIS-Anbieter zu den notwendigen Modernisierungsschritten zwingen. Die Software nur zu virtualisieren und etwas aufzupeppen, reicht nicht.
Umfangreiche Handbücher kennzeichneten früher die Ausbildung von Ärzten und Pflegepersonal. Heute hat man iPads und andere leichte Geräte dabei, vollgepackt mit dem nötigen Studienmaterial. Vorlesungstexte, interaktive Grafiken oder elektronische Notizen direkt bei den Materialien ergänzen die Lernprozesse auf dem iPad. Und neue Versionen sind schnell elektronisch verteilt. iTunes von Apple hält viele von ihnen kostenlos bereit.
Die medizinische Literatur wächst beständig, besonders im akademischen Bereich. Viele Verlage und Institutionen stellen inzwischen digitale Versionen zur Verfügung, die man auch auf seinem iPad abrufen kann. Auf der Webseite MedicalApps erhält man einen ersten Überblick.
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