Trends der Healthcare-IT

11 Wege, wie iPads die Medizin verändern

15.01.2013, von Brian EastwoodHartmut Wiehr

3. Das iPad hilft bei der Gesundheitsversorgung zu Hause

Die traditionelle Telemedizin erforderte umständliche Apparaturen, besondere Applikationen und schnelle Internet-Verbindungen. Ein iPad mit seiner eingebauten Kamera und mit optionalem 3G kann die Gesundheitsvorsorge zu Hause zu breiten Bevölkerungsschichten bringen. Vorausgesetzt ist natürlich auch hier, dass man Zugang zu den modernen Geräten hat. Neben den städtischen Eliten, die sich ein iPad auch als Statussymbol zulegen, könnten auch Menschen in kleineren Städten und auf dem Land prinzipiell Zugang zu einer modernen medizinischen Versorgung bekommen.

4. Das iPad erleichtert den Umgang mit medizinischer Software

Anschauliche Erklärungen bei medizinischen Problemen: Das iPad macht's möglich.Vergrößern
Anschauliche Erklärungen bei medizinischen Problemen: Das iPad macht's möglich.
Foto: Apple

Viele Programme im Gesundheitssektor basieren noch auf altem Code, der sich nur schwer oder gar nicht in neuere Betriebssysteme integrieren lässt. Dies führt auch zu einem Mitschleppen veralteter Hardware im medizinischen Alltag. Und oft sind intensive Trainingsprozesse für die veraltete Software notwendig. Mobilität, Touchscreen statt Tastatur und intuitiv zu verstehende Apps sind dagegen Pluspunkte für das iPad im medizinischen Alltag.

5. Das iPad zwingt die Hersteller zu schlanken KIS-Anwendungen

Software für Patientendaten (KIS – Krankenhausinformationssysteme) gibt es in vielen proprietären Varianten, deren Bedienbarkeit darüber hinaus zu wünschen übrig lässt. Der Einsatz von mehr iPads in den Krankenhäusern könnte die KIS-Anbieter zu den notwendigen Modernisierungsschritten zwingen. Die Software nur zu virtualisieren und etwas aufzupeppen, reicht nicht.

6. Das iPad erleichtert die medizinische Aus-und Fortbildung

Umfangreiche Handbücher kennzeichneten früher die Ausbildung von Ärzten und Pflegepersonal. Heute hat man iPads und andere leichte Geräte dabei, vollgepackt mit dem nötigen Studienmaterial. Vorlesungstexte, interaktive Grafiken oder elektronische Notizen direkt bei den Materialien ergänzen die Lernprozesse auf dem iPad. Und neue Versionen sind schnell elektronisch verteilt. iTunes von Apple hält viele von ihnen kostenlos bereit.

7. Das iPad liefert digitale Versionen von akademischen Medizinjournalen

Die medizinische Literatur wächst beständig, besonders im akademischen Bereich. Viele Verlage und Institutionen stellen inzwischen digitale Versionen zur Verfügung, die man auch auf seinem iPad abrufen kann. Auf der Webseite MedicalApps erhält man einen ersten Überblick.

Frank Becker - 21.06.2013 21:24
Fast könnte man diesen Artikel für eine Werbekampagne der Tablet- Hersteller, im Speziellen des Obstbauern halten. Sicherlich sind viele der aufgeführten Punkte in der Zukunft denkbar. Fakt ist jedoch, Stand heute ist es ( noch ) nicht praxistauglich. Unlängst hatte ich bein einer KIS-Einführung für einen Klinik-Kunde das Thema auf dem Tisch. Dieser wollte eben auch eine mobile Lösung ( nur vom Obstbauern ) seinen Ärzten zur Verfügung stellen. Leider gab es, auch nach intensiver Evaluation, keine geeignete und (!) praxistaugliche App, die das Arbeiten wirklich erleichtert hätte. Und Präsentationen hatte es viele. Wer wollte da nicht alles anbieten. Von Magenta über Blau, Grün bis Rot waren alle Kommunikationsspezialisten, nebst diversen Softwareherstellern, vertreten Fazit: Es wird in Zukunft solche Lösungen geben - aber erst in der Zukunft! Wenn jemand gerne nähere Infos zu der Evaluation haben möchte: http://www.beckerprojectconsulting.com
Daniel Hallen - 26.02.2013 13:04
Die CIO Kopfschmerzen werden noch größer, da es im Unterschied zum US-HIPAA hier zu Lande keine klaren gesetzlichen Anforderungen gibt. Vielmehr gibt es in jedem Bundesland eigene Regelungen, die bei der Gestaltung der Sicherheitsmaßnahmen zu beachten sind, siehe auch http://tinyurl.com/ehealthsec
Christian Herzmann - 28.01.2013 23:01
Hier der 12. Weg Überwindung der Sprachbarriere Ein Team des Forschungszentrums Borstel entwickelt eine Methode, fremdsprachige Patienten über ihre Krankheit aufzuklären. Videos können auf dem Smartphone direkt am Patientenbett durch einfaches Scannen eines QR-Codes gezeigt werden. Kein Gestikulieren mehr mit Händen und Füßen. http://www.startnext.de/explaintb http://www.explaintb.org
Weitere Inhalte zu:
iPad, Tablet, Apps, KIS, Healthcare-CIO