Trends der Healthcare-IT

11 Wege, wie iPads die Medizin verändern

15.01.2013, von Brian EastwoodHartmut Wiehr

8. Das iPad verbessert die Vorbereitung und Durchführung von chirurgischen Eingriffen

Ärzte und Assistenten benötigen vor, während und nach einem Eingriff sehr viele unterschiedliche Informationen, einschließlich Bildmaterial. Mit Apps und Daten zu vergleichbaren Operationen können sie sich besser vorbereiten und Fehler vermeiden.

9. Das iPad hilft bei der Diagnose von Alzheimer-Symptomen

iPads am Krankenbett erleichtern die Arbeit der Ärzte.Vergrößern
iPads am Krankenbett erleichtern die Arbeit der Ärzte.
Foto: Apple

Die Britische Alzheimer-Gesellschaft schätzt, dass etwa ein Drittel der Alzheimer-Erkrankungen nicht diagnostiziert worden sind. Das bedeutet ganz praktisch, dass Ärzte nicht rechtzeitig in einem frühen Stadium der Krankheit eingreifen können. Mit iPad-Apps können aber schon jetzt Tests über Gedächtnisverluste durchgeführt werden. Laut Aussage von Anwendern einer Lösung von "Cambridge Cognition" sind Apps auf diesem Gebiet effektiver als Tests auf Papier. Außerdem können leichter Vergleichsdaten nach Alter, Geschlecht und Erziehung verwendet werden.

10. Das iPad ergänzt Sprachtherapien

Jahrelang wurden Karten, Bälle oder Puppen für die Sprachtherapie bei Kindern herangezogen. Therapeuten haben nun die Möglichkeit, zahlreiche Apps mit erweiterten Fördermitteln einzusetzen. So können zum Beispiel auch unterschiedliche Sprachstile eingeübt werden.

11. Das iPad verursacht CIOs Kopfschmerzen

Doch die schöne, neue iPad-Welt im Gesundheitswesen ist noch gar nicht richtig da. Ihre Zukunft sieht glänzend aus, aber in der Gegenwart stellen sich noch zahlreiche Herausforderungen. Laut einem Report von Panasonic und BizTech sehen zwei Drittel der CIOs im Healthcare-Bereich beim Einsatz von iPads (und anderen Tablets) vor allem ein Management-Problem. So ist oft die Kompatibilität mit Legacy-Anwendungen nicht gelöst, außerdem stellen sich Fragen hinsichtlich der Haltbarkeit und des technischen Supports. Die größten Probleme bleiben das Security- und Risk-Management, vor allem wegen BYOD. Patientendaten sind nun einmal extrem sensibel und sollten nicht die Arztpraxis oder das Krankenhaus verlassen. Healthcare-CIOs können gerade hier zeigen, ob sie ihr Metier verstehen.

Frank Becker - 21.06.2013 21:24
Fast könnte man diesen Artikel für eine Werbekampagne der Tablet- Hersteller, im Speziellen des Obstbauern halten. Sicherlich sind viele der aufgeführten Punkte in der Zukunft denkbar. Fakt ist jedoch, Stand heute ist es ( noch ) nicht praxistauglich. Unlängst hatte ich bein einer KIS-Einführung für einen Klinik-Kunde das Thema auf dem Tisch. Dieser wollte eben auch eine mobile Lösung ( nur vom Obstbauern ) seinen Ärzten zur Verfügung stellen. Leider gab es, auch nach intensiver Evaluation, keine geeignete und (!) praxistaugliche App, die das Arbeiten wirklich erleichtert hätte. Und Präsentationen hatte es viele. Wer wollte da nicht alles anbieten. Von Magenta über Blau, Grün bis Rot waren alle Kommunikationsspezialisten, nebst diversen Softwareherstellern, vertreten Fazit: Es wird in Zukunft solche Lösungen geben - aber erst in der Zukunft! Wenn jemand gerne nähere Infos zu der Evaluation haben möchte: http://www.beckerprojectconsulting.com
Daniel Hallen - 26.02.2013 13:04
Die CIO Kopfschmerzen werden noch größer, da es im Unterschied zum US-HIPAA hier zu Lande keine klaren gesetzlichen Anforderungen gibt. Vielmehr gibt es in jedem Bundesland eigene Regelungen, die bei der Gestaltung der Sicherheitsmaßnahmen zu beachten sind, siehe auch http://tinyurl.com/ehealthsec
Christian Herzmann - 28.01.2013 23:01
Hier der 12. Weg Überwindung der Sprachbarriere Ein Team des Forschungszentrums Borstel entwickelt eine Methode, fremdsprachige Patienten über ihre Krankheit aufzuklären. Videos können auf dem Smartphone direkt am Patientenbett durch einfaches Scannen eines QR-Codes gezeigt werden. Kein Gestikulieren mehr mit Händen und Füßen. http://www.startnext.de/explaintb http://www.explaintb.org
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