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15.01.2013, von Brian Eastwood, Hartmut Wiehr
Ärzte und Assistenten benötigen vor, während und nach einem Eingriff sehr viele unterschiedliche Informationen, einschließlich Bildmaterial. Mit Apps und Daten zu vergleichbaren Operationen können sie sich besser vorbereiten und Fehler vermeiden.
| iPads am Krankenbett erleichtern die Arbeit der Ärzte. Foto: Apple |
Die Britische Alzheimer-Gesellschaft schätzt, dass etwa ein Drittel der Alzheimer-Erkrankungen nicht diagnostiziert worden sind. Das bedeutet ganz praktisch, dass Ärzte nicht rechtzeitig in einem frühen Stadium der Krankheit eingreifen können. Mit iPad-Apps können aber schon jetzt Tests über Gedächtnisverluste durchgeführt werden. Laut Aussage von Anwendern einer Lösung von "Cambridge Cognition" sind Apps auf diesem Gebiet effektiver als Tests auf Papier. Außerdem können leichter Vergleichsdaten nach Alter, Geschlecht und Erziehung verwendet werden.
Jahrelang wurden Karten, Bälle oder Puppen für die Sprachtherapie bei Kindern herangezogen. Therapeuten haben nun die Möglichkeit, zahlreiche Apps mit erweiterten Fördermitteln einzusetzen. So können zum Beispiel auch unterschiedliche Sprachstile eingeübt werden.
Doch die schöne, neue iPad-Welt im Gesundheitswesen ist noch gar nicht richtig da. Ihre Zukunft sieht glänzend aus, aber in der Gegenwart stellen sich noch zahlreiche Herausforderungen. Laut einem Report von Panasonic und BizTech sehen zwei Drittel der CIOs im Healthcare-Bereich beim Einsatz von iPads (und anderen Tablets) vor allem ein Management-Problem. So ist oft die Kompatibilität mit Legacy-Anwendungen nicht gelöst, außerdem stellen sich Fragen hinsichtlich der Haltbarkeit und des technischen Supports. Die größten Probleme bleiben das Security- und Risk-Management, vor allem wegen BYOD. Patientendaten sind nun einmal extrem sensibel und sollten nicht die Arztpraxis oder das Krankenhaus verlassen. Healthcare-CIOs können gerade hier zeigen, ob sie ihr Metier verstehen.
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