| Inhalt dieses Artikels: | |
| Bleib doch zu Hause | |
| Viele Unternehmen machen noch nicht mit | |
| Firmen müssen ihren Mitarbeitern vertrauen | |
| Büro auf dem USB-Stick | |
23.09.2008, von Andrea König
Künftig geben Manager ihren Mitarbeitern nur noch Ziele vor. Wie, wo und in welcher Zeit sie sie erreichen, bleibt ihnen überlassen. Bei der Deutschen Bank kommen bald nur noch 40 Prozent der Mitarbeiter täglich ins Büro. Buchautor Markus Albers im Gespräch mit CIO.de über flexible Arbeitsmodelle.
| Der 38-jährige Autor Markus Albers schrieb ein Buch über flexibles Arbeiten (Foto: Max Miller). |
CIO: Herr Albers, wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?
Albers: Die Experten und Manager, mit denen ich geredet habe, sprechen alle von einer Flexibilisierung des Arbeitsplatzes auf den zwei Ebenen Ort und Zeit. Wir werden Herren unserer Zeit und bestimmen, an welchem Ort wir unsere Arbeit erledigen. Das Unternehmen IBM etwa praktiziert das schon seit vielen Jahren. Manager geben ihren Mitarbeitern lediglich Ziele vor. Auf welchem Weg diese die Ziele erreichen, spielt keine Rolle. Ich nenne diese Entwicklung in meinem Buch "Easy Economy".
CIO: Wofür steht das "easy"? Für lässig?
Albers: Nein. Es soll ausdrücken, dass wir es uns im Moment oft zu schwer machen. Wir befinden uns längst in einer Wissensgesellschaft. Da ist es sehr altmodisch, Arbeit an Präsenz zu messen. Anwesenheit ist eine Einheit, die vieles verschleiert. Bei der US-Firma Best Buy zählt nur noch Produktivität. Die Angestellten können kommen und gehen, wann sie möchten. Faulenzer können sich bei einem solchen Modell viel schlechter verstecken als früher.