Honorare für IT-Freiberufler

Stundensätze auf dem Niveau von 2002

13.09.2011, von Andrea König

Selbstständige ITler fordern im Durchschnitt einen Stundensatz von 73 Euro. Mit 81 Euro pro Stunde verdienen freiberufliche IT-Projektleiter am besten, Admins bilden mit 58 Euro das Schlusslicht.

So hoch wie derzeit waren die Stundensatzforderungen von IT-Freiberuflern seit August 2002 nicht mehr. Vergrößern
So hoch wie derzeit waren die Stundensatzforderungen von IT-Freiberuflern seit August 2002 nicht mehr.
Foto: DeVIce - Fotolia.com

IT-Selbstständige fordern im Durchschnitt ein Honorar von 73 Euro pro Stunde. Sechs Monate zuvor - im Februar 2011 - war die Stundensatzforderung noch einen Euro niedriger. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Stundensatzauswertung des IT-Projektportals Gulp.

Die Stundensatzforderungen der IT-Freelancer steigen seit Februar 2010. Auf so einem hohen Niveau wie derzeit seien die geforderten Honorare seit Anfang 2002 nicht mehr gewesen, heißt es in der Auswertung.

Vor fünf Jahren forderten 52,3 Prozent der Selbstständigen ITler Stundensätze unter 70 Euro. Im August 2011 ist dieser Anteil deutlich niedriger - nur 41 Prozent der IT-Freelancer verlangen heute einen Stundensatz von weniger als 70 Euro. Bei der Auswertung im Februar 2011 waren es noch 43 Prozent.

Wer wie viel verlangt

Welchen Stundensatz ein freiberuflicher ITler fordert, hängt auch von seiner Position ab: Mit durchschnittlich 81 Euro fordern Projektleiter den höchsten Stundensatz. An zweiter und dritter Stelle folgen Berater (77 Euro pro Stunde) und Trainer (70 Euro). Unter der durchschnittlichen Stundensatzforderung liegen Software-Entwickler, Qualitätssicherungs-Experten und Hardware-Entwickler. Die niedrigsten Stundensätze fordern Administratoren (58 Euro).

Andrea König - 10.10.2011 10:24
Liebe Leser, vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Die Teuerungsrate haben wir nicht in den Stundensatz eingerechnet. Wir haben lediglich die Zahlen aus der aktuellen Gulp-Stundensatzauswertung veröffentlicht. Ob mit den aktuellen Stundensätzen am Ende des Monats mehr oder weniger übrig bleibt als 2002, beantworten diese Zahlen nicht. Viele Grüße, Andrea König
Bergamo - 06.10.2011 12:07
Da wurde noch mehr vergessen oder weggelassen: Das Vermittlungsgeschäft sieht derzeit nur einen Gewinner: die Vermittler. Deren Marge für eine geringe Leistung ist nicht unerheblich (40, 50 % schon gesehen) und drückt letztlich die Freelancer. Zudem werden den Freiberuflern immer mehr Kosten in den Stundensatz rein diktiert, sodass effektiv ein fettes Minus rauskommen müsste.
Nguyen - 05.10.2011 12:00
hat der Autor vielleicht vergessen, die Teuerungsrate von 2002 bis 2011 mitzurechnen? Wäre der Stundensatz heute wirklich wesentlich teuer oder doch günstiger als der von gestern?
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