Immer mehr nutzen Social-Software-Anwendungen

Dienstleister kommunizieren über Online-Communities

26.05.2008, von Tanja Wolff

Etwa ein Drittel der deutschen Dienstleister setzt mindestens eine Social-Software-Anwendung zur Kommunikation mit Mitarbeitern oder Kunden ein. Die Palette der möglichen Anwendungen reicht von Diskussionsforen und Online-Communities bis zu Wikis und Weblogs. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

Bei den Social-Software-Anwendungen sind Online-Communities am beliebtesten.Vergrößern
Bei den Social-Software-Anwendungen sind Online-Communities am beliebtesten.

Am meisten genutzt werden Online-Communities (20 Prozent), gefolgt von Diskussionsforen (15 Prozent). Etwa jedes zehnte Unternehmen nutzt Wikis oder arbeitet mit Gruppenplattformen. Weblogs und sonstige Social-Software-Anwendungen werden eher selten im Wirtschaftszweig Dienstleister eingesetzt.

Für die Untersuchung wurde die Branche in die Gruppen IKT-Dienstleister (Software-Unternehmen, IT-Dienste, IKT-Handel) und wissensintensive Dienstleister (Steuerberatung, Unternehmensberatung, Architekturbüros) unterteilt. Dabei zeigt sich, dass fast die Hälfte aller IKT-Dienstleister mindestens eine Social-Software-Anwendung nutzt. Bei der anderen Gruppe waren es nur 29 Prozent. Beide Dienstleister setzen allerdings am häufigsten Online-Communities ein.

Social-Software-Anwendungen werden gerne zur internen Kommunikation genutzt.Vergrößern
Social-Software-Anwendungen werden gerne zur internen Kommunikation genutzt.

Beide Gruppen nutzen die sozialen Anwendungen am häufigsten bei der externen Kommunikation (50 Prozent), dicht gefolgt vom internen Wissensaustausch und der internen Kommunikation. Für den Ausbau und Pflege wird die Software in rund einem Drittel der Unternehmen verwendet.

Nur etwa ein Viertel greift bei der Bearbeitung gemeinsamer Projekte mit anderen Unternehmen oder freien Mitarbeitern auf Social-Software zurück. Eine eher untergeordnete Rolle spielt auch die effizientere Gestaltung von Geschäftsprozessen (22 Prozent) und die Anregung zur Innovation (21 Prozent). Lediglich etwa jeder Zehnte betreibt Produktwerbung über die Anwendungen.

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