10.11.2009, von Thomas Pelkmann
Noch immer gilt bei den von Forrester befragten Unternehmen übrigens ein Projekt als erfolgreich, das on time und on budget abgeschlossen wurde. Allerdings drücken sie hier auch schon mal ein Auge zu, wenn der Projekterfolg das vorgesehen Zeit- und Geldkonto zu überschreiten droht. Der Projektmanager neuer Prägung muss aber in der Lage sein, solche Widerlichkeiten flexibel zu managen, schreibt Mary Gerush.
Und noch einen Trend macht Forrester aus: Statt wie bisher häufig aufgeblasene Lösungen mit wenig Wert zu präsentieren, komme es für Projektmanager zunehmend darauf an, schlank zu arbeiten. Das aber werde die Art der Arbeit "signifikant verändern". Projektleiter seien angehalten, ihre Prozesse zu rationalisieren, unnötigen Aufwand zu vermeiden.
Aller Aufwand sei dem Projekt- und Geschäftserfolg unterzuordnen, fordert Gerush und empfiehlt den Fachleuten, sich am Prinzip der agilen Softwareentwicklung zu orientieren, wo mit schlanken, sich selbst verwaltenden und funktionsübergreifenden Teams gearbeitet werde.
1. Emotionale Intelligenz. Das meint die Fähigkeit, Augen und Ohren offen zu halten, um den Input von Projektmitarbeitern und Kunden in Zusammenhang mit dem Ziel in die Arbeit einfließen zu lassen.
2. Anpassungsfähige Kommunikation. Die Fähigkeit, seine Ideen - mündlich oder schriftlich - einem weiten Kreis von Interessenten zu vermitteln, egal, aus welcher Abteilung, aus welchem Kulturkreis und mit welcher Vorbildung sie stammen.
3. Fähigkeit, mit Leuten umzugehen. Die Begabung, schnell positive Beziehungen zu Team-Mitgliedern und Stakeholdern aufzubauen und zu pflegen.
4. Fähigkeit zu managen. Das Können, in einem Team zu arbeiten, es zu motivieren, auf das Ziel zu fokussieren und die Zusammenarbeit im Team zu fördern.
5. Flexibilität. Der Wille und die Fähigkeit, seinen Denkansatz zu überarbeiten, wenn es der Projektgegenstand und das Business verlangen.
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