Outsourcing, Cloud und Virtualisierung

Die IT-Jobkiller

22.07.2010, von Werner Kurzlechner

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Die goldenen Jahre in den IT-Abteilungen sind vorbei - und kommen so nicht wieder. Das sagt Experte Preston Gralla und gibt einen ultimativen Tipp: Wer keine Business-Wissen aufbaut, wird keine schöne Zukunft erleben. HP macht es vor.

Jobsuche: Auch in der IT-Branche längst kein Fremdwort mehr.Vergrößern
Jobsuche: Auch in der IT-Branche längst kein Fremdwort mehr.
Foto: matttilda - Fotolia.com

Liegt die IT mittlerweile wirklich auf dem Sterbebett? Preston Gralla, Autor unzähliger Fachbücher und Mitarbeiter unserer Schwesterpublikation Computerwold.com, musste sich diese Frage stellen, als eine Neuigkeit aus den Hause Hewlett-Packard (HP) auf seinen Schreibtisch flatterte: 9000 IT-Stellen streicht das Unternehmen auf einen Schlag. Ein Symptom, dass es das über kurz oder lang war mit der IT in Unternehmen?

Beim Nachdenken darüber erfasste Gralla unweigerlich der Blues. Stirbt die IT? Diese Überlegung sei bei weitem nicht so weit hergeholt, wie es zunächst vielleicht scheine, so Gralla. Möglicherweise müsste sich die heutige Elterngeneration wirklich fragen, ob ihre Sprösslinge als Informatiker in Zukunft glücklich werden könnten.

Ein düsteres Stimmungsbild also, für das der Autor handfeste Gründe anführt. Hinter dem Stellenabbau bei HP, der nach Einschätzung von Forrester-Analyst James Staten vor allem den Bereich IT-Operations mit Jobs wie Systemadministratoren trifft, werden schließlich allgemeinere Phänomene sichtbar. Cloud Computing habe sich vom Hype zu einem Trend entwickelt, der signifikante Auswirkungen auf die Unternehmen zeitigt, so Gralla. Und überhaupt bestimme Outsourcing von Infrastruktur und IT längst Denken und Handeln in vielen Firmen.

Vor diesem Hintergrund müsse man sich schon die brutale Frage stellen, welche IT-Strategie ein heute gegründetes Unternehmen wohl wählen werde. Wird es sich tatsächlich dafür entscheiden, ein Netzwerk aufzubauen, unzählige Server zu installieren, eine Abteilung für Wartung und Updates zu bezahlen und für alles 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche die Verantwortung zu tragen? Oder wird es nicht viel mehr den bequemen Weg einschlagen und Rechenzentrum und Anwendungen einem Dienstleister anvertrauen – ob in der Wolke oder anderswo?

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