Fachjargon von IBM-lern

Die 7 dümmsten Floskeln in Bewerbungen

27.10.2011, von Kolja KrögerMeridith Levinson

Sind Sie ein ergebnisorientierter Teamplayer mit starken Kommunikationsfähigkeiten, flexibel und belastbar? Dann sollten Sie ihre Bewerbung schnell umschreiben.

Floskeln im Anschreiben zeichnen ein schwammiges Bild von Ihnen. Werden Sie konkret!Vergrößern
Floskeln im Anschreiben zeichnen ein schwammiges Bild von Ihnen. Werden Sie konkret!
Foto: MEV Verlag GmbH

Finger weg von kulinarischen Köstlichkeiten, winkenden Preisen und anderen leeren Floskeln. Journalisten lernen das spätestens im Volontariat. Denn Worthülsen dieser Art vermitteln viel - nur selten ein genaues Bild von dem, was wir eigentlich beschreiben wollen. Ein Ratschlag, den auch Jobsuchende in ihren Bewerbungen beherzigen sollten. Er kommt von Rob McGovern, dem Gründer der Karriere-Portale Jobfox und CareerBuilder und Autor von Bring Your 'A' Game: The 10 Career Secrets of High Achievers.

Sieben Floskeln, die eine Bewerbung ruinieren können

Diese sieben Floskeln hat er schon in zu vielen Bewerbungsschreiben gelesen, wie er unserer amerikanischen Kollegin Meridith Levinson für CIO.com erzählt hat.

1. "Verantwortlich für…": Für den Karriere-Experten Rob McGovern ist dies eine der schlimmsten Floskeln - denn sie verschweigt Arbeitgebern die Erfolge, die man mit seiner Verantwortung erreicht hat. In einer schlechten Bewerbung steht, dass man für das Rechenzentrum, das Netzwerk oder die Arbeitsplätze verantwortlich war. In einer guten heißt es stattdessen: "Ich habe ein modernes Wide-Area-Network aufgebaut, dass X Firmen ermöglicht, ihre Bestellungen fünfmal schneller zu verarbeiten. Mit unseren Telekommunikationsanbieter handelte ich neue Verträge aus und senkte so die Kosten um X Euro. Vier Rechenzentren auf ein einziges zu reduzieren, bringt uns pro Jahr X Millionen Euro."

2. "Ich führte ein Team von X Mitarbeitern": Solche Zahlen sind zwar wichtig, sagen aber wenig über Qualitäten eines Bewerbers in der Personalführung aus. Besser dran ist laut McGovern der Bewerber, der auch die Zahl seiner Neueinstellungen angibt und wie hoch die Fluktuation in seiner Abteilung war. "Arbeitgeber wollen Manager, die gute Leute holen und behalten."

Rudi Valente - 27.10.2011 14:37
Die dummen Floskeln in den Bewerbungen stehen den in den Stellenangeboten und Imagebroschüren der Firmen und in den Artikeln der Zeitschriften CIO und Computerwache in nichts nach.
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