26.01.2012, von Thomas Pelkmann
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber von Steve Jobs perfektioniert: Rede nicht über das Produkt und seine technischen Fähigkeiten, sondern über den Nutzen und die Vorzüge eines Produktes. Jobs, schreibt Gallo, habe seinen Kunden diese Verbindung immer klar gemacht. Wer die Frage "Was habe ich davon?" aus der Sicht seiner Kunden kurz und prägnant beantworten kann, macht es richtig. "Top-Ten-Listen" oder "10 Gründe, warum X Ihren Alltag verschönern wird" sind mögliche Ansatzpunkte für eigenes Marketing.
Die drei ist eine magische Zahl: "Drei Dinge braucht der Mann", "drei Kreuze machen" oder "drei Wünsche frei" - auch in Präsentationen von Steve Jobs zieht sich die Drei als roter Faden durch. Gallo verweist etwa auf eine Vorführung von Jobs im Jahr 2009, wo er DREI Produkte präsentierte: das iPhone, iTunes und den iPod.
"Die Zahl 3 ist ein leistungsfähiges Konzept beim Schreiben", weiß Gallo. "Dramatiker wissen, dass die drei dramatischer ist als zwei; Komiker wissen, dass drei witziger ist als vier; und Steve Jobs wusste, dass drei leichter zu merken ist als sechs oder acht."
Wer Steve Jobs als das bezeichnet, was er im Grunde genommen war, wird ihm dennoch nicht gerecht: "Er verkaufte keine Computer - er verkaufte das Versprechen einer besseren Welt", heißt es dazu bei Gallo, nicht mehr, aber auf keinen Fall weniger. "Leidenschaft, Enthusiasmus und Zielstrebigkeit in Bezug auf das eigentliche Produkt und darüber hinaus machten den Unterschied aus, der Jobs und Apple auszeichnete."
Steve Jobs hatte offenbar gute Powerpoint-Vorlagen, denn jede Präsentation folgte demselben Muster, wie Gallo schreibt: Es gab keine der weithin gefürchteten Aufzählungspunkte, stattdessen viele Fotos und Bilder. Und anstelle der durchschnittlichen 40 Wörter pro Folie gab es bei Jobs nur sieben. Die Technik dahinter ("ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte") heißt "Picture Superiority" und steht jeder Präsentation gut zu Gesicht.
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