Warnsignale erkennen

Wie CIOs Mitarbeiter vor Burnout schützen

01.02.2012, von

Perfektionisten, die schlecht delegieren können, droht der Burnout, sagt Personalberater Hans-Joachim Maar. Mit den richtigen Fragen erkennen CIOs Gefährdete.

Die Diskussion um Burnout erreichte Ende 2011 einen vorläufigen Höhepunkt. Das Thema ist so präsent, dass Kritiker sogar von einer Modediagnose sprechen. Wie häufig Burnout vorkommt, können Experten nur schätzen, denn eine klare Definition dafür gibt es nicht. Laut dem Fehlzeiten-Report der AOK sind psychische Erkrankungen mittlerweile für fast zehn Prozent der Krankschreibungen in Deutschland verantwortlich.

Prävention muss Jahre vor dem drohenden Zusammenbruch beginnen, fordert Hans-Joachim Maar von Rochus Mummert.Vergrößern
Prävention muss Jahre vor dem drohenden Zusammenbruch beginnen, fordert Hans-Joachim Maar von Rochus Mummert.
Foto: Rochus Mummert

Hans-Joachim Maar, Partner der Unternehmens- und Personalberatung Rochus Mummert, plädiert für eine sehr frühzeitige Burnout-Prävention, damit es gar nicht erst zu den Fehlzeiten kommt. Die rechtzeitige Prävention beginnt für ihn bereits viele Jahre vor dem Punkt, an dem der Zusammenbruch letztendlich droht.

Alarmzeichen Perfektionismus

CIOs tragen eine Verantwortung für ihre Mitarbeiter und sollten wachsam verfolgen, ob es im Team überforderte oder Burnout-gefährdete Angestellte gibt. "Ein Warnsignal ist beispielsweise, wenn ein Mitarbeiter zusätzliche Aufgaben immer wieder bereitwillig übernimmt und es nicht wagt, auch mal Nein zu sagen", so Hans-Joachim Maar.

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Zu den Alarmzeichen gehört auch, wenn Mitarbeiter mit einem sehr hohen Anspruch an Perfektion arbeiten, schlecht delegieren können, kaum Risiken eingehen und ihr Verhalten generell eher unsicher und misstrauisch wirkt. "Für Mitarbeiter mit einer solchen Arbeits- und Denkweise kann ein weiterer Karriereschritt gefährlich werden", sagt Maar. Denn jeder Karriereschritt, so Maars Erfahrung als Personalberater, führt dazu, dass die Fremdbestimmung im Job weiter zunimmt. Wenn jemand dann nicht gern delegiert, perfektionistisch arbeitet und viel zu viele Aufgaben übernimmt, kann das zum Zusammenbruch führen.

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