Karriere-Alternativen

9 vom Aussterben bedrohte IT-Jobs

14.08.2012, von Dan Tynan

IT-Experten sagen voraus, welche IT-Jobs nicht überstehen werden. Sie nennen zugleich aber auch aussichtsreiche Entwicklungsmöglichkeiten für diese Tätigkeiten.

Was Unternehmen früher reparieren ließen, wird heute häufig ausgetauscht. Vergrößern
Was Unternehmen früher reparieren ließen, wird heute häufig ausgetauscht.
Foto: Photo_Ma - Fotolia.com

Cloud Computing und BYOD sind nur zwei von zahlreichen Entwicklungen, die die Arbeit in IT-Abteilungen umkrempeln. Dan Tynan von unserer amerikanischen Schwesterpublikation Infoworld spricht von einer "neuen Eiszeit in der Unternehmens-IT". Er hat IT-Experten befragt, welche Jobs in den kommenden Jahren aussterben werden und davon ausgehend eine Liste der neun gefährdetsten Stellenprofile zusammengestellt.

1. Vom Aussterben bedroht: der Neinsager

Jahrzehntelang waren die Neinsager in vielen IT-Abteilungen fest verwurzelt. Anfragen von IT-Nutzern wurden mit "Nein" oder einem Verweis auf das zu knappe Budget abgeschmettert. Diese Neinsager sind vermutlich mit dafür verantwortlich, dass Angestellte ihre Daten heimlich auf Dropbox speichern oder ihr iPad mit dem Firmennetzwerk verbinden. Neinsager haben keine Zukunft im Unternehmen, ihre Arbeitgeber merken schon jetzt, dass sie es durch diese Haltung schwer haben, Top-Talente zu rekrutieren und zu halten. Denn diese Talente möchten zum Beispiel ihre iPads nutzen. Neinsager sollten den Wandel akzeptieren, nicht länger zu allem Nein sagen und stattdessen eine Strategie für das Mobile Device Management entwerfen.

2. Vom Aussterben bedroht: der Dino im Rechenzentrum

Die Dinosaurier im Rechenzentrum besitzen umfassende Expertise einer bestimmten Programmiersprache oder einer speziellen Hardware. Bereits heute werden flexiblere Generalisten mit einem breiter gefächerten Wissen bevorzugt. Experten glauben, dass die sogenannten Server Hugger in Zukunft keinen großen Marktwert haben werden. Man muss nicht über jedes Gebiet Bescheid wissen, doch um auch in Zukunft als IT-Experte gefragt zu sein, sollte man sich in mehr als einer Disziplin auskennen, schreibt Dan Tynan. Wer sich bisher nur mit Software beschäftigt hat, sollte sich etwa auch mit Hardware auseinandersetzen und umgekehrt.

3. Vom Aussterben bedroht: der Reparatur-Experte

Reparatur-Experten waren in vielen Büros ein normaler Anblick. Zickte die Hardware oder machte der Bildschirm Probleme, rief man die Kollegen zu Hilfe. Weil Hardware immer günstiger zu bekommen ist, Mitarbeiter lieber ihre mobilen Geräte benutzen und vieles in die Cloud wandert, werden die Reparatur-Profis schon jetzt viel seltener benötigt. Häufig tauschen Unternehmen Teile lieber komplett aus anstatt sie zu reparieren. Darüber hinaus verliert man durch den Austausch meist deutlich weniger Zeit als durch die Reparatur. Wer als Reparatur-Experte nicht aussterben möchte, sollte sich auf die Wartung von Servern spezialisieren. Wer Hardware-Fehler schnell und zuverlässig diagnostizieren könne, werde noch jahrelang zu tun haben, zitiert Tynan einen Experten.

Andreas Christiansen - 29.05.2013 11:46
Gibt es hier eigentlich so etwas wie ein Qualitätskontrolle bei den Artikeln. Als Beispiel für das Aussterben der Unix-Mammuts wird das billigere Linux angeführt. Auch ein Linux-basierter Server will administriert werden - und das kann ohne Zweifel auch ein Unix-Mammut, da Linux auch ein Unix-Derivat ist. Dieser Sachverhalt scheint dem Autor allerdings nicht bekannt zu sein. Ferner halte ich den angeführten Vergleich (25.000 USD vs. 3.000 USD) hinsichtlich der Kostenunterschiede von Unix- und Linux-Servern für absurd. Bei einer Betrachtung der TCO dürften sich beide Varianten nicht wesentlich unterscheiden.
ms - 20.08.2012 13:27
....das dachte ich auch. Selbst ernannte Experten würde ich vermuten
wk - 15.08.2012 11:16
und ich dachte der erste april ist noch in weiter ferne ....
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