Karriere-Alternativen

9 vom Aussterben bedrohte IT-Jobs

14.08.2012, von Dan Tynan

4. Vom Aussterben bedroht: der System-Administrator

Outsourcing und die Cloud haben die Anzahl der Admins im Unternehmen bereits heute deutlich reduziert. Das Stellenprofil eines Mail-Admins zählen Experten zu den Berufen, die wahrscheinlich bald aussterben werden. Denn gerade das E-Mail-Management wandert in vielen Firmen in die Cloud. Kenner weisen auch darauf hin, dass zwischen Admin-Tätigkeiten in einem kleineren Unternehmen und einem vergleichbaren Job in einem Konzern Welten liegen. Wer als Admin zukunftsfähig bleiben möchte, dem raten Experten sich zum Beispiel auf die gefragteren Bereiche IT-Sicherheit und Datenanalyse zu spezialisieren.

Zertifikate allein reichen nicht aus

5. Vom Aussterben bedroht: der Zertifikate-Sammler

Der Zertifikate-Sammler listet in seinem Lebenslauf so viele Zertifikate auf, dass man sich fragen muss, wann er eigentlich noch Zeit zum Arbeiten findet. Das Zertifikat allein reicht nicht - man muss die zugehörigen praktischen Erfahrungen mitbringen, um sich für eine Position zu empfehlen. Um aus der Masse der Zertifikate-Sammler herauszustechen, könnte man sein Fachwissen zum Beispiel durch Fachartikel oder Präsentationen auf Konferenzen unter Beweis stellen. Einen der Gesprächspartner von Tynan beeindruckt es zum Beispiel, wenn IT-Experten eine Programmiersprache wie Python, Ruby oder PHP beherrschen.

6. Vom Aussterben bedroht: der Web-Designer

Vor einigen Jahren gab es sie noch zuhauf, heute sind bereits nur noch wenige Web-Designer übrig. Der gewöhnliche HTML- oder Flashdesigner ist längst nicht mehr gefragt - mit guten Tools und selbst angelesenem Know-how zum Thema Onlinemarketing wird ihre Expertise kaum noch benötigt. Deutlich begehrter sind in diesem Bereich SEO-Experten. Wer als Web-Designer weiter gefragt sein möchte, sollte sich zum SEO-Spezialisten entwickeln, rät ein Experte Dan Tynan.

7. Vom Aussterben bedroht: das Unix-Mammut

Es wäre nicht so, dass Unix-Server die Arbeit nicht erledigen würden, sagt ein IT-Experte gegenüber Dan Tynan. Vom Aussterben bedroht sind sie trotzdem, weil sie durch günstigere Hardware ersetzt werden. Ein IT-Berater rechnet vor: Während man für einen Unix-Server 25.000 US-Dollar bezahlt, kostet ein Linux-System mit vergleichbaren Funktionen nur rund 3.000 US-Dollar. Unix-Experten rät er, sich durch den gezielten Aufbau von Linux-Wissen vor dem Aussterben zu schützen. Wertvolles Wissen wäre dabei zum Beispiel, welche Applikationen sich von Unix auf Linux-Systeme migrieren lassen. Steht die Migration bevor, ist dieses Wissen unverzichtbar.

8. Vom Aussterben bedroht: die Code-Schreiber

Auch Jobs, in denen IT-Spezialisten nur damit beschäftigt sind Code zu schreiben, sind vom Aussterben bedroht. Routinearbeiten in diesem Bereich sind häufig vom Outsourcing betroffen oder werden ganz gestrichen. Auch die Schreiber von Mobile-Code trifft diese Entwicklung. Apps, so Experten gegenüber Tynan, werden meist extern realisiert, nicht in einem unternehmensinternen Mobile-Team. Wer als Code-Schreiber erfolgreich bleiben möchte, sollte in einem größeren Unternehmen mindestens auf dem Level eines Software-Entwicklers arbeiten und seine Arbeit stark an den Bedürfnissen des Unternehmens ausrichten. So ist man auch in den Prozess eingebunden und übernimmt zum Beispiel Aufgaben wie die Qualitätskontrolle.

Christian Aust - 21.11.2013 09:20
Soso, das Argument gegen fast alle diese Spezialisierungen ist also entweder "Outsourcing" oder "Cloud", richtig? Frage an die Autoren: Lebt ihr unter einem Stein? Hat uns die NSA-Affäre nicht gelehrt? Gerade heute schreibt das gleiche Blatt vom "Albtraum Outsourcing" - lest ihr gegenseitig eure Texte nicht? Ein selten dämlicher und vor allem uninformierter Artikel. Zu den aussterbenden Arten scheint mir insbesondere die Gattung der Technologiejournalisten zu zählen – hat hier Outsourcing auch schon ein grausames Werk verübt?
Andreas Christiansen - 29.05.2013 11:46
Gibt es hier eigentlich so etwas wie ein Qualitätskontrolle bei den Artikeln. Als Beispiel für das Aussterben der Unix-Mammuts wird das billigere Linux angeführt. Auch ein Linux-basierter Server will administriert werden - und das kann ohne Zweifel auch ein Unix-Mammut, da Linux auch ein Unix-Derivat ist. Dieser Sachverhalt scheint dem Autor allerdings nicht bekannt zu sein. Ferner halte ich den angeführten Vergleich (25.000 USD vs. 3.000 USD) hinsichtlich der Kostenunterschiede von Unix- und Linux-Servern für absurd. Bei einer Betrachtung der TCO dürften sich beide Varianten nicht wesentlich unterscheiden.
ms - 20.08.2012 13:27
....das dachte ich auch. Selbst ernannte Experten würde ich vermuten
wk - 15.08.2012 11:16
und ich dachte der erste april ist noch in weiter ferne ....
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