| Inhalt dieses Artikels: | |
| 9 vom Aussterben bedrohte IT-Jobs | |
| Zertifikate allein reichen nicht aus | |
| Für Technokraten wird es ungemütlich | |
14.08.2012, von Dan Tynan, Andrea König
4. Vom Aussterben bedroht: der System-Administrator
Outsourcing und die Cloud haben die Anzahl der Admins im Unternehmen bereits heute deutlich reduziert. Das Stellenprofil eines Mail-Admins zählen Experten zu den Berufen, die wahrscheinlich bald aussterben werden. Denn gerade das E-Mail-Management wandert in vielen Firmen in die Cloud. Kenner weisen auch darauf hin, dass zwischen Admin-Tätigkeiten in einem kleineren Unternehmen und einem vergleichbaren Job in einem Konzern Welten liegen. Wer als Admin zukunftsfähig bleiben möchte, dem raten Experten sich zum Beispiel auf die gefragteren Bereiche IT-Sicherheit und Datenanalyse zu spezialisieren.
5. Vom Aussterben bedroht: der Zertifikate-Sammler
Der Zertifikate-Sammler listet in seinem Lebenslauf so viele Zertifikate auf, dass man sich fragen muss, wann er eigentlich noch Zeit zum Arbeiten findet. Das Zertifikat allein reicht nicht - man muss die zugehörigen praktischen Erfahrungen mitbringen, um sich für eine Position zu empfehlen. Um aus der Masse der Zertifikate-Sammler herauszustechen, könnte man sein Fachwissen zum Beispiel durch Fachartikel oder Präsentationen auf Konferenzen unter Beweis stellen. Einen der Gesprächspartner von Tynan beeindruckt es zum Beispiel, wenn IT-Experten eine Programmiersprache wie Python, Ruby oder PHP beherrschen.
6. Vom Aussterben bedroht: der Web-Designer
Vor einigen Jahren gab es sie noch zuhauf, heute sind bereits nur noch wenige Web-Designer übrig. Der gewöhnliche HTML- oder Flashdesigner ist längst nicht mehr gefragt - mit guten Tools und selbst angelesenem Know-how zum Thema Onlinemarketing wird ihre Expertise kaum noch benötigt. Deutlich begehrter sind in diesem Bereich SEO-Experten. Wer als Web-Designer weiter gefragt sein möchte, sollte sich zum SEO-Spezialisten entwickeln, rät ein Experte Dan Tynan.
7. Vom Aussterben bedroht: das Unix-Mammut
Es wäre nicht so, dass Unix-Server die Arbeit nicht erledigen würden, sagt ein IT-Experte gegenüber Dan Tynan. Vom Aussterben bedroht sind sie trotzdem, weil sie durch günstigere Hardware ersetzt werden. Ein IT-Berater rechnet vor: Während man für einen Unix-Server 25.000 US-Dollar bezahlt, kostet ein Linux-System mit vergleichbaren Funktionen nur rund 3.000 US-Dollar. Unix-Experten rät er, sich durch den gezielten Aufbau von Linux-Wissen vor dem Aussterben zu schützen. Wertvolles Wissen wäre dabei zum Beispiel, welche Applikationen sich von Unix auf Linux-Systeme migrieren lassen. Steht die Migration bevor, ist dieses Wissen unverzichtbar.
8. Vom Aussterben bedroht: die Code-Schreiber
Auch Jobs, in denen IT-Spezialisten nur damit beschäftigt sind Code zu schreiben, sind vom Aussterben bedroht. Routinearbeiten in diesem Bereich sind häufig vom Outsourcing betroffen oder werden ganz gestrichen. Auch die Schreiber von Mobile-Code trifft diese Entwicklung. Apps, so Experten gegenüber Tynan, werden meist extern realisiert, nicht in einem unternehmensinternen Mobile-Team. Wer als Code-Schreiber erfolgreich bleiben möchte, sollte in einem größeren Unternehmen mindestens auf dem Level eines Software-Entwicklers arbeiten und seine Arbeit stark an den Bedürfnissen des Unternehmens ausrichten. So ist man auch in den Prozess eingebunden und übernimmt zum Beispiel Aufgaben wie die Qualitätskontrolle.
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