10 dringende Appelle

Kommunikationswahnsinn, der aufhören muss

10.01.2013, von

9. Kollegen, die ihre eigene PP-Präsentation vorlesen

'Mensch-ärgere-dich-nicht' ist oft das einzige Motto, was hilft.Vergrößern
'Mensch-ärgere-dich-nicht' ist oft das einzige Motto, was hilft.

Höhepunkt dieser Art von Grausamkeit ist das Vorlesen aller zehn Bullet-Points auf Seite zwei, obwohl gerade die auf den Handouts stehen. Ursache: Unfähigkeit, einen eigenen Gedanken zu fassen. Zum Beispiel den, dass PP-Präsentationen manchmal überflüssig sind.

10. Die Aufforderung im Meeting, jeder möge 'ein wenig von sich' erzählen

Verbraucht in der Regel die Hälfte der angesetzten Zeit, ohne in der Sache auch nur einen Millimeter weiter zu kommen. Wer wie viele Kinder hat und wer welche Hobbys, kann sich eh niemand länger als drei Minuten lang merken. Und bei den Kollegen, mit denen Sie persönlich noch nie was zu tun hatten, ist es ihnen auch wurscht. Ursache: Der Abteilungsleiter lässt den Mitmenschen raushängen, weil in dem Unternehmen gerade das 360-Grad-Feedback eingeführt wurde und also seine Karriere auch vom Urteil der Untergebenen abhängt.

Jens Kiefer - 29.01.2013 13:33
Was war das denn? Natürlich muss man sich kurz fassen, wenn man mit "10 Punkte dies, 10 Punkte das" sein Geld verdienen muss. Aber das reicht nicht mal ansatzweise an das hier übliche Niveau. Bitte nicht wieder kommen!
Heinz Windfuhr - 10.01.2013 23:30
Der Autor provoziert. Das ist alles. Vielleicht ist es auch eine Selbsttherapie. Ich finde den Artikel aber sehr gut. Ich wünsche mir mehr solche erfrischenden Texte. Herr Lixenfeld schreiben sie so weiter!
Kjell Barbian - 10.01.2013 21:03
Lieber Herr Lixenfeld, die Kommunikation im Arbeitsumfeld ist in den meisten Unternehmen in der Tat verbesserungswürdig. Dass ein Ankreiden von "Jugendsprech" unter wiederholter Zuhilfenahme "total" bzw. "voll" zur Steigerung einen Beitrag zur Verbesserung leistet, wage ich zu bezweifeln. Auch im Übrigen scheinen mir viele der angesprochenen Punkte sehr konstruiert und bis zur Unkenntlichkeit überzeichnet. Schade, denn aus diesem Thema hätte man mit etwas mehr Sachlichkeit gewiss einen Mehrwert für den Leser schaffen können.
Isabella Mader - 10.01.2013 19:14
Was wird das, wenn's fertig ist? Ein Frust-Posting? Dann passt es auf einen Blog der nicht gelesen wird. Als Artikel in einem seriösen Magazin hat ein konzeptloses Aneinanderreihen von Realitätsverweigerung eigentlich nichts verloren.
Harald Pump - 10.01.2013 15:27
Einen so flapsig geschriebenen und überflüssigen Artikel hätte ich zwar nicht geschrieben, aber wenn, dann so anonym wie dieser hier.
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