Schnelle Firmenwechsel

Generation Y nach zwei Jahren wieder weg

11.12.2012, von

Erfüllen sich ihre Erwartungen nicht, suchen junge Talente sich eine neue Stelle. Manager vermissen bei ihnen laut Ashridge Business School oft Sozialkompetenz.

Absolventen denken, dass es ihnen vor allem an Berufserfahrung und Fachkenntnissen mangelt.Vergrößern
Absolventen denken, dass es ihnen vor allem an Berufserfahrung und Fachkenntnissen mangelt.
Foto: Kirill Kedrinski - Fotolia.com

Nach spätestens zwei Jahren suchen Absolventen sich einen neuen Job. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Culture Shock! Generation Y and their managers around the world" der britischen Ashridge Business School. Unter Generation Y versteht diese Studie die unter 30-Jährigen, also die ab 1982 Geborenen.

In Großbritannien haben lediglich 57 Prozent der Absolventen vor, überhaupt zwei Jahre lang bei einem Arbeitgeber zu bleiben. In Indien sowie im Nahen Osten sind es 75 Prozent, in Malaysia 87 Prozent. Am häufigsten verlassen die jungen Angestellten Unternehmen deshalb, weil sich ihre Erwartungen nicht erfüllt haben.

Ein Manager: "Sie stellen sich Problemen nicht."

Für die Studie befragte die Ashridge Business School sowohl Absolventen als auch Manager aus Großbritannien, Nahost, Indien, Malaysia und China. Ein indischer Manager kritisiert die schnellen Arbeitgeberwechsel: "Wenn es bei einem Unternehmen nicht gut läuft, ziehen sie weiter. Sie stellen sich Problemen nicht." Doch die Führungskräfte äußern nicht nur Kritik. Alles in allem bewundern sie die Intelligenz der jungen Kollegen, ihre Herangehensweise an Aufgaben und ihre Energie.

Beide Personengruppen fühlen sich am stärksten durch eine herausfordernde und interessante Arbeit motiviert. Je nach Herkunftsland sind zwischen 72 und 87 Prozent der Generation Y nach eigenen Angaben stolz darauf, für ihren aktuellen Arbeitgeber zu arbeiten. Weniger Befragte würden die Firma als attraktiven Arbeitgeber weiterempfehlen (zwischen 55 und 78 Prozent).

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