| Inhalt dieses Artikels: | |
| Das perfekte Arbeitszeugnis | |
| Lücken im Lebenslauf | |
| Kreativ gerne, aber immer wahrheitsgetreu | |
28.01.2013, von Hans Koeniges
So schloss auch Wolfgang L. seine Lücke im Lebenslauf. Er war lange Zeit als Führungskraft angestellt, hatte sich nach einer Umstrukturierung als Trainer selbständig gemacht und wollte wieder in einer leitenden Position fest arbeiten. L. beschrieb in einer Art Projektpapier seine Kundenaufträge der letzten zwei Jahre, dokumentierte die fachlichen und betriebswirtschaftlichen Ergebnisse seiner Arbeit und hatte damit eine gute Grundlage für die Übernahme einer Führungsposition, denn auch als Selbständiger hatte er vielfältige fachliche und persönliche Qualifikationen erworben. So bewies er in seiner Zeit als Freiberufler starkes Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und Reaktionsfähigkeit bei kurzfristigen Kundenanfragen.
Anders lag der Fall von Elena K. die aus einem osteuropäischen Land nach Deutschland kam, um hier einen MBA abzuschließen. Wie sollte sie ihre vorherige Berufserfahrung glaubhaft belegen, wenn keiner ihrer Gesprächspartner in Westeuropa ihre Sprache beherrschte und mit der anderen Bildungs- und Wirtschaftsstruktur vertraut war? K. behalf sich mit der Darstellung ihres letzten Projekts im Heimatland und der von ihr und dem Team angewandten fachlichen Methoden. Zudem überzeugte sie einen Projektverantwortlichen, für sie als persönliche Referenz zur Verfügung zu stehen, und notierte im Lebenslauf Name und Telefonnummer dieser Auskunftsperson mit dem Zusatz "spricht fließend Englisch". Nachdem sie vorher vergeblich auf Einladungen zu Gesprächen gewartet hatte, wurde sie mit diesen Zusatzinformationen im Anschreiben zu mehreren Jobinterviews eingeladen.
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