Autor(en): Christoph Lixenfeld
Fragen nach den aktuellen Ereignissen im Konzern bringen den CIO keineswegs aus der Ruhe, nur zweimal zeigt er abwehrend beide Handflächen. "Da fragen Sie den Falschen", soll das wohl einmal heißen, "ersparen Sie mir die Antwort" beim zweiten Mal. Der Konzern werde nicht zerschlagen, da sei er sich jedenfalls sicher. Auch die Kombination aus Veranstalter und Airline solle erhalten bleiben. "Die Frage ist allerdings", so Dietrich, "wie müssen wir das Zusammenspiel gestalten, damit die Kooperation besser funktioniert." Konkret hieße das: Die Airline muss dem eigenen Veranstalter Benchmark-fähige Preise liefern und zugleich den Einzelplatzverkauf vorantreiben. Deshalb setzt die IT-Abteilung gerade ein System auf, mit dem sich dieses Geschäft effizienter abwickeln lässt. Und der Veranstalter auf der anderen Seite benötigt nach Ansicht des CIO ein neues Revenue-ManagementSystem, das ihn nicht mehr ganz so eng an die eigene Airline bindet. Andere Projekte hat Dietrich nach dem Wechsel an der Spitze erst mal zurückgestellt. "Es gab zum Beispiel Überlegungen, alle ERP-Systeme zu vereinheitlichen. Damit will ich dem Vorstand jetzt gar nicht kommen, weil diese Projekte eher eine mittelfristige Wirkung haben."
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| ZUR PERSON, Andreas Dietrich (40) |