Präsentieren bei Xing, Facebook und Blogs

Karrierekiller Web 2.0

07.09.2009, von Andrea König

Zu viel Haut oder ein Bier in der Hand auf Fotos, Lästern über den Job und hingeschmierte Blog-Beiträge - Karriereberaterin Svenja Hofert macht deutlich, was man im Web 2.0 tunlichst vermeiden sollte. Außerdem gibt sie Tipps für eine positive Web-Präsenz.

Mehr als ein Viertel der Unternehmen durchleuchtet systematisch die persönlichen Daten von Bewerbern in sozialen Netzwerken. Das ergab eine Studie des Bonner Marktforschungsinstituts Dimap. Karriereberaterin Svenja Hofert rät Bewerbern, ihr Profil im Web 2.0 strategisch aufzubauen. Vorsicht sollte bei privaten Daten geboten sein. Das gilt auch für alle, die momentan nicht auf Jobsuche sind. Ein Partyfoto kann man schnell im Internet veröffentlichen. Es wieder zu löschen kann dank Cache und Co. zu einer echten Herausforderung werden.

Karriereberaterin Svenja Hofert gibt Tipps zum Auftreten im Web 2.0.Vergrößern
Karriereberaterin Svenja Hofert gibt Tipps zum Auftreten im Web 2.0.

Expertin Hofert rät: "Wenn Einträge ein ungünstiges Licht auf Sie werfen können, bitten Sie die Anbieter höflich, diese zu löschen. Die meisten Anbieter sind kooperativ." Einen Anspruch auf Löschung haben die Urheber aber bei selbst verfassten Beiträgen nicht, weiß Hofert. In vielen sozialen Netzwerken, etwa bei Xing, Facebook und MeinVZ, können Mitglieder festlegen, wie viel andere vom eigenen Profil zu sehen bekommen. Soll der künftige Arbeitgeber nicht sehen, in welchen Gruppen man bei Xing diskutiert, kann man auch das blockieren.

Was Sie vermeiden sollten

  • Private Fotos, vor allem jene mit zu viel Haut oder einem Bier in der Hand

  • Negative Äußerungen über jetzige oder frühere Arbeitgeber

  • Abfällige Bemerkungen über andere Personen

  • Unbedachte Zitate wie "Arbeit ist etwas Unnatürliches. Faulheit ist göttlich"

  • Hingeschmierte Blog-Beiträge mit Rechtschreibfehlern und falscher Grammatik

  • Unseriös wirkende Kontakte

  • Zu private Einträge in Gästebüchern

  • Radikale Meinungen zu Religion und Politik

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