Projekt-Management

Sei ein Caesar

28.10.2009, von Werner Kurzlechner

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Julius Caesar war ein Machtmensch und ein Kommunikationsgenie. Manfred Esser, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Polytechnischen Universität St. Petersburg, hält ihn für den idealen Projekt-Manager.

Manfred Esser, Professor in St. Petersburg und Berater sagt: "Caesar hat sich über seine Soldaten gestellt - und genauso sollten CIOs immer über ihren Projekten stehen."Vergrößern
Manfred Esser, Professor in St. Petersburg und Berater sagt: "Caesar hat sich über seine Soldaten gestellt - und genauso sollten CIOs immer über ihren Projekten stehen."

Im Netzwerk von cio.de ist Projekt-Management immer wieder ein Thema. Zuletzt hat Rüdiger Gros von Efexcon gefragt: "Wie kommt es dazu, dass Projekte jeder betriebswirtschaftlichen Logik widerstehen?" Sabina Krüger-Trewer von KT-Orga regte an, dazu Professor Manfred Esser zu befragen, der ihrer Meinung nach der Einzige mit einer gescheiten Softwarelösung sei. Esser wiederum hält die eigene Software für nicht so wichtig. Viel wichtiger sei ein internes Projektbüro, das Moderationsaufgaben übernimmt - eine Aufgabe, die man nicht an Externe auslagern sollte.

Ferner gab Esser im Interview bemerkenswerte Kommentare zu Julius Caesar von sich: Ein zupackender Machtmensch und ein Kommunikationsgenie sei das gewesen. Der Feldherr aus der Antike ließ Straßen bauen und nutzte Kuriere, um über die Ereignisse im Imperium im Bilde zu sein. Außerdem: "Caesar hat sich über seine Soldaten gestellt - und genauso sollten CIOs immer über ihren Projekten stehen", sagt der Professor für Wirtschaftsinformatik an der Polytechnischen Universität St. Petersburg und Inhaber einer Beratungsfirma namens GET Information Technology.

Eine Lösung aus seinem Haus zum Multiprojekt-Management hat Esser "Get Caesar" genannt, weil seiner Ansicht nach der Alte Römer ein gutes Vorbild für die heutige CIO-Generation abgibt. Zwischen Projekt-Management und Gallischem Krieg sieht Esser parallel gelagerte Probleme. "Caesar hatte ein Heer von Söldnern zu führen", sagt der Wissenschaftler und Unternehmer.

Der Imperator hatte also Mitarbeiter, denen es zunächst einmal um Geld und eigenes Prestige ging statt um Identifikation mit ihrer Unternehmung. Just an derartigen Egoismen scheitern auch heute viele Projekte - mit schädlichsten Folgen, wenn niemand rechtzeitig auf die Bremse tritt.

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