| Inhalt dieses Artikels: | |
| Mitarbeitermotivation kann nur vom Chef kommen | |
| Wahl zum Mitarbeiter des Monats bringt wenig | |
| Der Belegschaft Firmenziele vermitteln | |
12.04.2010, von Nicolas Zeitler
Ums Engagement der Belegschaft müssen Firmen sich kontinuierlich kümmern. Einzelne Maßnahmen haben keinen nachhaltigen Erfolg. Statt der Personalabteilung muss die Führungsebene direkt mit Angestellten kommunizieren.
Programme zur Mitarbeiter-Motivation können ganz schön in die Hose gehen: Ein US-Unternehmen belohnte ausgerechnet einen gehörlosen Angestellten für seine gute Arbeit mit einem iPod. Das berichtete in einem Webinar des Marktforschers Aberdeen Group Andrea Dumont von Globoforce, einem Anbieter von Anerkennungs-Programmen für Mitarbeiter.
Durchdachte Programme zur Anerkennung guter Arbeitsleistung sind für Firmen mehr als Luxus, meint Mollie Lombardi, bei der Aberdeen Group Fachfrau für Personalfragen. Laut einer Aberdeen-Umfrage ist neben der wirtschaftlichen Unsicherheit dieser Tage auch das Schrumpfen des Talente-Pools für Führungspositionen ein Sorgenthema auf Führungsetagen. Viele stellten sich die Frage, wie sie Leistungsträger dauerhaft binden könnten.
Programme, mit denen die Belegschaft bei Laune gehalten wird, sollen sich außerdem wirtschaftlich auszahlen. So will die Aberdeen Group in ihrer Befragung von 450 Unternehmen auch herausgefunden haben, dass Betriebe mit besonders engagierten Angestellten zufriedenere Kunden haben als der Durchschnitt. Außerdem können sie 20 Prozent ihrer freien Schlüsselpositionen intern neu besetzen, die anderen Firmen nur zehn Prozent.
Um Engagement unter den Kollegen herzustellen, ist laut Lombardi mehr nötig als nur Zufriedenheit mit Gehalt, Arbeitszeiten oder der Tätigkeit. Als engagiert könne man Mitarbeiter bezeichnen, die ihre Rolle im Unternehmen richtig verstehen und ihr Tun an den Firmenzielen ausrichten. "Mit Zwang lässt sich das natürlich nicht erreichen", sagte Lombardi.
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