Ratschläge von McKinsey

Was einen zum guten Chef macht

10.07.2012, von

Gute Führungskräfte lassen ihre Mitarbeiter Fehler machen, loben bei Erfolgen das ganze Team und treffen Entscheidungen schnell. Stanford-Professor Bob Sutton zeigt, wie man ein vorbildlicher Chef wird.

Die Diskrepanz zwischen erfolgreichen Unternehmen und Flop-Firmen geht zu 15 Prozent auf das Verhalten der Chefs zurück.Vergrößern
Die Diskrepanz zwischen erfolgreichen Unternehmen und Flop-Firmen geht zu 15 Prozent auf das Verhalten der Chefs zurück.
Foto: MEV Verlag

"Ich Chef, Du Nix", lautet der Aufdruck eines dieser mäßig lustigen T-Shirts in Bahnhofsläden. Bob Sutton, Professor für Management Science and Engineering an der Stanford University, kann über so etwas sicher nicht lachen. Er behauptet: Für drei von vier Beschäftigten ist ihr Vorgesetzter Stress-Faktor Nummer Eins. In einer Publikation des Unternehmensberaters McKinsey klärt Sutton darüber auf, was gute Chefs von schlechten unterscheidet.

Suttons These: Die Diskrepanz zwischen erfolgreichen Unternehmen und Flop-Firmen geht zu 15 Prozent auf das Verhalten der Chefs zurück. Er spricht hier nicht von Fachkenntnissen, sondern von Soft Skills. Führungskräfte prägen die gesamte Unternehmenskultur, weil ihr Verhalten auf die Belegschaft abfärbt, so der Stanford-Professor.

Gute Chefs zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Mitarbeiter ermutigen und sich bei Problemen schützend vor sie stellen. Außerdem übernehmen sie die Verantwortung für eigene Fehler. Das heißt konkret:

1. Ein guter Chef demonstriert auch dann Vertrauen, wenn er keines hat. So hat es zum Beispiel Andy Grove gehalten, Intel-CEO von 1987 bis 1998. Grove behauptet, eine Führungskraft könne durch ihr Verhalten Realitäten beeinflussen. These: Wenn der Chef sich von einer Entscheidung überzeugt zeigt und seinen Mitarbeitern das auch vermittelt, arbeiten diese effizienter (weil vertrauensvoller und konzentrierter). Es passieren weniger Fehler. Das schlägt sich früher oder später in der Performance nieder.

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