Facebook im Büro

IT-Verbote schrecken Nachwuchs ab

12.09.2011 (aktualisiert)

IT-Abteilungen nach dem Biergarten-Modell

Self-Service, Freiheit und Infrastruktur statt 08/15-Standardmodell: Für Siegfried Lautenbacher von Beck et al hat die IT-Abteilung der Zukunft Ähnlichkeit mit einem Biergarten.Vergrößern
Self-Service, Freiheit und Infrastruktur statt 08/15-Standardmodell: Für Siegfried Lautenbacher von Beck et al hat die IT-Abteilung der Zukunft Ähnlichkeit mit einem Biergarten.
Foto: Bertaklerta-Wikipedia

Siegfried Lautenbacher wünscht sich offene IT-Chefs: "Statt auf Bedürfnisse zu schauen, bügelt die IT ein Standardmodell drüber. Bis das neue Smartphone durchgetestet und auf Sicherheit überprüft ist, hat es der Anbieter schon längst wieder gekündigt", meint der Blogger und Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Beck et al. Und binde man das iPhone in die Standardprozesse des Unternehmens ein, sei der Spaß auch gleich wieder vorbei. "Cloud und SaaS, Skype und Social Media, Tablets und ähnliche aus der Consumer IT importierten Werkzeuge sind die natürlichen Feinde der IT-Abteilung", behauptet Lautenbacher. Sie gelten als verwerfliche Schatten-IT.

Für den Münchner Manager gilt das Biergarten-Modell als Vorbild einer modernen IT: ""viel Self Service, viel Freiheit und alles an Infrastruktur, was der Nutzer braucht."

IT-Personalexperte Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash in Düsseldorf weist noch auf einen anderen Aspekt hin: "Es verändern sich die Spielregeln in Staat und Wirtschaft. Wer hier weiter auf starre Kommandostrukturen setzt, verliert als Arbeitgeber an Attraktivität und bekommt auf dem Arbeitsmarkt nicht die besten Köpfe."

Wer sich als Unternehmen auf die Social-Media-Welt einlässt, sollte sich vom Mythos der absoluten Kontrolle, Rationalität und Planbarkeit verabschieden, empfiehlt Andreas Klug, Mitglied der Geschäftsführung des Kölner IT-Dienstleisters Ityx: "Es reicht nicht aus, für die Kulisse ein kleines Twitter-Team im Kundenservice zu bilden und alles andere beim Alten zu belassen. Damit wird man kläglich scheitern."

(Computerwoche)

CIO unter 40 - 25.10.2011 22:33
Alles schön und gut, klingt nach voll im Trend liegenden Experten. Nur eines bleiben die "alles zulassen und das Unternehmen floriert" Prediger immer schuldig, nämlich wie dieser Wahnsinn BYOD eigentlich handelbar sein soll? Wer soll den Betrieb wie garantieren und wer soll die ganzen eigenen Gadgets, die tausende MA plötzlich mitbringen und in der Firmeninfrastruktur nutzen wollen, eigentlich supporten? Nach BYOD kommt dann FYPA (fix your problems alone) oder CYOS-AYCO (configure your own server - after you crashed ours)...l. Dieser MWIW ( macht was ihr wollt) Trend ist doch ein Wunschdenken.
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