| Inhalt dieses Artikels: | |
| 4 Wege, wie Chefs ihre Mitarbeiter demotivieren | |
| 2. Strategen mit Konzentrationsmangel | |
| 4. Komplett unrealistische Ziele | |
17.02.2012, von Christiane Pütter
Unrealistische Ziele, Hickhack innerhalb des Top-Managements - es gibt viele Wege, die Motivation der Mitarbeiter zu ruinieren. McKinsey listet vier davon auf.
| Unternehmen tun einiges, um Motivation und Inspiration ihrer eigenen Mitarbeiter zu ruinieren. Foto: Picture-Factory - Fotolia.com |
"Entfremdete Arbeit ist Arbeit, die einem keinen Spaß macht." So bringt es Eva Hellers Romanheldin Constanze Wechselburger im Buch "Beim nächsten Mann wird alles anders" auf den Punkt. Teresa Amabile und Steven Kramer dürften kaum unter verkapptem Marxismus-Verdacht stehen, sie publizieren für den Unternehmensberater McKinsey. Doch auch sie stellen fest: Unternehmen tun einiges, um Motivation und Inspiration ihrer eigenen Mitarbeiter zu ruinieren.
Amabile ist Professorin an der Harvard Business School, Kramer unabhängiger Forscher und Autor. In ihrem McKinsey-Papier "How leaders kill meaning at work" beschreiben die beiden Experten vier typsiche Fehler in Personal- und Unternehmensführung. Das Papier basiert auf der Auswertung von 868 Tagebüchern, in denen Angestellte verschiedenster Firmen ihre Erfahrungen niedergeschrieben haben. Die vier Fehler sind:
Nichts demotiviert die Belegschaft mehr als ständiger Sparzwang. Amabile und Kramer führen das Beispiel eines Konsumgüter-Konzerns namens Karpenter Corporation an (der Name ist fiktiv), der binnen drei Jahre unprofitabel wurde - und den schließlich ein kleinerer Konkurrent übernahm.
Im Tagebuch eines Mitarbeiters heißt es: "Mir ist heute klargeworden, dass sich unser Team für die nächsten Monate nur noch um Kostensenken kümmern muss statt um neue Produkte." Wie der Tagebuchschreiber berichtet, habe man jedes Produkt daraufhin untersuchen müssen, wo noch ein paar Pennies eingespart werden könnten. Fazit: Die Mitarbeiter sahen keinen Sinn mehr in ihrer Arbeit. Karpenter verlor einige seiner besten Leute.
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