| Inhalt dieses Artikels: | |
| 4 Wege, wie Chefs ihre Mitarbeiter demotivieren | |
| 2. Strategen mit Konzentrationsmangel | |
| 4. Komplett unrealistische Ziele | |
17.02.2012, von Christiane Pütter
Die neue Zauberformel US-amerikanischer Management-Gurus lautet BHAG (bee-hag). Das steht für "big, hairy, audacious goals", als große, haarige, dreiste Ziele. Ein Beispiel dafür liefert Google mit seiner "Mission, sämtliche Informationen der ganzen Welt zu organisieren und universell zugänglich und nützlich" zu machen.
Die beiden McKinsey-Autoren halten davon nichts. Sie gehen davon aus, dass die Mitarbeiter der Firmen mit solcherlei grandiosen Worthülsen nichts anfangen können.
In den ausgewerteten Tagebüchern fanden sie das Beispiel eines Chemie-Unternehmens, das folgendes Ziel vorgab: Jedes Projekt muss ein "innovativer Blockbuster" werden und binnen fünf Jahren nach Projektstart eine Umsatz von mindestens 100 Millionen Dollar jährlich erwirtschaften. Folge: Den Mitarbeitern fehlte die Wertschätzung ihrer tagtäglichen Arbeit. Folglich sahen sie überhaupt keinen Sinn mehr in ihrem Job.
Fazit aus Sicht von Amabile und Kramer: Unternehmensspitzen müssen eine klare Firmenstrategie formulieren können, die auf realistischen Einschätzungen beruht. Nur so können sie der Belegschaft auch klare Vorgaben erteilen.
Außerdem dürfen Führungskräfte nie die Sicht der Mitarbeiter vernachlässigen. Es ist ihre Verantwortung, für Austausch zwischen Firmenspitze und Belegschaft zu sorgen.
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