3 Erfolgsgeheimnisse

Wie Arbeiten in verteilten Teams gelingt

05.12.2012, von Rich Hein

Der CEO einer Software-Firma lässt all seine IT-Experten arbeiten, wo sie wollen. Schon beim Recruiting prüft er, ob die Arbeitsweise zum Bewerber passt.

Virtuelle Teams müssen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit viel miteinander kommunizieren.Vergrößern
Virtuelle Teams müssen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit viel miteinander kommunizieren.
Foto: obs/Vodafone D2 GmbH

Viele Angestellte reizt es, zumindest einen Teil ihrer Arbeitswoche nicht im Büro verbringen zu müssen. Nach einer Studie des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics arbeitet etwa ein Viertel der berufstätigen Amerikaner bereits mehrere Stunden pro Woche von zuhause aus. Das verkürzt Pendelzeiten und spart dem Arbeitgeber Bürokosten, doch es wirft andere Themen auf: Kommunikation, Kollaboration und das Teamgefühl zum Beispiel.

Auch in Deutschland finden Angestellte Gefallen an flexiblen Arbeitsmodellen: Fast ein Drittel der deutschen Berufstätigen wäre bereit, mehr zu arbeiten, wenn sie dadurch ihre Pendelwege reduzieren könnten. Das ergab eine Regus-Umfrage.

Kommunikationswerkzeuge getestet

Rich Hein von unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO.com hat mit Geoff Perlman, dem CEO von Real Software gesprochen. Perlmans Mitarbeiter arbeiten dort, wo sie arbeiten möchten. Es begann mit einem einzelnen Programmierer, der nicht aus Colorado an den Unternehmensstandort ziehen wollte. Perlman gefiel diese Arbeitsweise und so stellte er immer mehr Mitarbeiter ein, die nicht bei ihm vor Ort im texanischen Austin arbeiten.

Einen Monat lang ließ Perlman anfangs alle Angestellten ihren Arbeitsort selbst bestimmen. Während dieser Zeit probierte er zusammen mit der Belegschaft Kommunikations- und Kollaborationstools aus und identifizierte mit dem Team Probleme bei der Zusammenarbeit. Dann entschied der CEO, die Mitarbeiter weiterhin von dort aus arbeiten zu lassen, wo sie arbeiten wollten und löste die klassischen Büroräume auf. Der Erfolg des Modells basiert laut Perlman auf drei Säulen:

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