Immer online, immer vernetzt

So tickt die Generation Y

25.01.2013, von

Manager können gegen die typischen Verhaltensmuster junger Mitarbeiter nicht ankämpfen - sie sollten sie sich vielmehr zunutze machen, so Cisco.

Aufstehen, Duschen, Smartphone checken - was für manche wie ein Alptraum und Überreizung klingt, ist für die Generation Y, also die ab 1980 Geborenen, ein ganz normaler Morgen. Anbieter Cisco befragte mehr als 1800 Studenten und junge Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 30 Jahren in 18 Ländern zu ihren digitalen Gewohnheiten, außerdem zusätzlich 1800 IT Professionals. 90 Prozent der jungen Mitarbeiter sagten aus, dass das Lesen von Nachrichten zu ihrer Morgenroutine gehört. Sie wollen nichts verpassen, wie im "2012 Cisco Connected World Technology Report" zu lesen ist.

Immer online

Die Generation Y ist immer online und ständig auf dem Laufenden. Das sollten Entscheider nutzen lernen. Vergrößern
Die Generation Y ist immer online und ständig auf dem Laufenden. Das sollten Entscheider nutzen lernen.
Foto: Ammentorp - Fotolia.com

Zuerst sollten Entscheider lernen, wie die Generation Y tickt. Die Regel Nummer Eins: Sie ist immer online, das Smartphone liegt keinen Meter entfernt. Zwei von fünf Befragten wurden nervös und fühlten sich, als ob "ihnen etwas fehlen würde", wenn sie nicht ständig ihre Smartphones checken konnten. Das taten sie auch ständig: 60 Prozent der Generation Y gaben an, schon regelrecht süchtig danach zu sein, ihr Smartphone auf E-Mails, SMS und Status-Updates zu überprüfen. Etwa ein Drittel (29 Prozent) sagten, sie checken ihr Smartphone so häufig, dass sie darüber schon gar keinen Überblick mehr haben. Jeder fünfte greift mindestens alle zehn Minuten zum Telefon, in den USA sind es sogar 40 Prozent.

Das ist nicht ganz ungefährlich: Jeder fünfte gab zu, während des Autofahrens Nachrichten zu schreiben. Fast die Hälfte (46 Prozent) haben ihre Smartphones auch am Tisch beim Essen mit Familie oder Freunden. Mehr als ein Drittel nimmt das Smartphone mit ins Badezimmer, 75 Prozent auch mit ins Bett. Und sie nutzen fast alle Soziale Netzwerke: 87 Prozent haben ein Facebook-Profil und etwa zehn Prozent haben Facebook immer offen. Kein Wunder also, dass die jungen Mitarbeiter gern ihre eigenen Smartphones für die Arbeit nutzen: Bring Your Own Device (BYOD) ist für sie sehr wichtig.

Dauerkonnektivität nutzen

Die Digital Natives sind immer online, ständig vernetzt und ständig auf dem Laufenden. Das bedeutet aber auch, dass diese Netzwerke immer wichtiger werden: Sie schaffen plötzlich Chancen und Möglichkeiten, die Firmen und Einzelpersonen vorher nicht hatten. Nicht alle Top-Manager kommen mit den neuen Mitarbeitern zurecht.

Aber Entscheider müssen lernen, diese Dauerkonnektivität zu nutzen. So können sie von der Generation Y profitieren, meinen die Autoren der Studie.

Weitere Inhalte zu:
Generation Y, Digital Natives, Facebook, Smartphone, BYOD