| Inhalt dieses Artikels: | |
| Führungskräfte entscheiden zu langsam | |
| Vorstände entscheiden zu viel selbst | |
19.02.2013, von Andrea König
Viele Mitarbeiter finden, dass es zu lange dauert, bis bei ihrem Arbeitgeber Entscheidungen getroffen werden. Das ergab eine Studie der Hay Group.
| Für schnellere Entscheidungen empfiehlt die Hay Group, Angestellte stärker einzubeziehen. Foto: lassedesignen - Fotolia.com |
Jeder zweite Mitarbeiter in Deutschland findet, dass sein Chef zu lange zögert, bis eine Entscheidung getroffen wird (52 Prozent). Das geht aus einer aktuellen Studie der internationalen Unternehmensberatung Hay Group hervor. Die Studie umfasst Informationen von 351 Firmen in 66 Ländern weltweit.
Deutsche Unternehmen liegen im Ländervergleich 17 Prozentpunkte hinter Spitzenreiter Israel. Dort halten 65 Prozent der Befragten ihr Unternehmen für entscheidungsfreudig. Auch Österreich (63 Prozent), China (60 Prozent) und Indien (58 Prozent) erzielen vergleichsweise hohe Werte.
Nach Mexiko, Japan und den USA erreicht Deutschland gemeinsam mit Kanada Platz acht. In beiden Ländern halten 48 Prozent der Befragten Unternehmenslenker für entscheidungsfreudig. Knapp dahinter platzieren sich Frankreich, Italien, Russland, Ägypten und Südafrika mit 47 Prozent. Dann folgen Großbritannien (45 Prozent) und Brasilien (44 Prozent).
Lange Entscheidungswege beklagen auch IT-Entscheider in einer von Vanson Bourne durchgeführten Befragung. 88 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass strategische Beschlüsse nicht so schnell getroffen werden, wie es die geschäftliche Entwicklung erfordern würde.
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