Jürgen Schmidhuber

Der ideale Wissenschaftler

02.06.2004, von Andreas Schmitz

Der Ausgangspunkt liegt auch hier im Luganoer Algorithmus-Baukasten, in der nach dem österreichischen Logiker und Princeton-Professor Kurt Gödel benannten "Gödel-Maschine", die ihre Software selbstständig überschreibt, sofern sie den entsprechenden Beweis für dessen Richtigkeit findet, in "Ameisen-Algorithmen", die fähig sind, nach dem Vorbild der Natur Probleme zu erkennen und eigenständig Lösungen zu finden, und die von Unternehmen wie Daimler-Chrysler und Unilever schon eingesetzt werden.

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Das Wichtigste für Schmidhuber sind die einfachsten Algorithmen à la Picasso. Da füttert Schmidhuber seinen Dell-Computer mit einer Formel für Blues-Harmonien und lässt ihn arbeiten. Heraus kommt ein echter Blues, dem allerdings noch etwas der Groove fehlt. Oder der Wissenschaftler widmet sich seiner "Kaum Komplexen Kunst". Die Grundlage dafür ist ein Kreis aus fraktalen Mustern, unendlich vielen Halbkreisen, die in unterschiedlichen Größen und Abständen voneinander in einem Kreis ein charakteristisches Muster abgeben. Schmidhuber schreibt kurzerhand einen neuen - kürzestmöglichen - Algorithmus und entwickelt aus dem komplexen Bild eine Blume mit einem herumflatternden Schmetterling.

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